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Inland
Wirtschaft

Streik bei Audi Brüssel - Produktion des Audi Q4 vorläufig "on-hold" gesetzt

Die Frühschicht im Brüsseler Audi-Werk war am Montagmorgen zwar zum Betriebsgelände gekommen, doch gearbeitet wird dort nicht. Die Beschäftigten und die Gewerkschaften machten sich Sorgen um mögliche Ankündigungen im Rahmen einer  Betriebsversammlung. Die Sorgen scheinen begründet. Offenbar soll der geplante Bau des Modells Q4 nun doch nicht in Brüssel aufgenommen werden, zumindest vorerst nicht. 

Andreas Kockartz
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Audi plante bisher, am Standort Brüssel das neue elektrische Modell vom Typ Q4 zu bauen, doch nach Gewerkschaftsangaben scheint die Nachfrage nach diesem Auto den Erwartungen des Ingolstädter Autobauers nicht zu entsprechen: „Darüber machen sich die Mitarbeiter viele Sorgen“. Um 14 Uhr begann hier die Spätschicht, doch auch diese nahm die Produktion nicht auf. 

Es ist offenbar unklar, ob der neue Audi Q4 mit Elektroantrieb tatsächlich wie geplant in Brüssel gebaut wird. Das liegt daran, dass der Verkauf von E-Autos bei der gesamten Volkswagen-Gruppe nicht gut läuft. Im vergangenen Jahr hieß es, dass Audi in Brüssel-Vorst den Q4 gleichzeitig mit dem ostdeutschen Audi-Werk in Zwickau montieren soll, doch angesichts der eher schleppend verlaufenden Verkaufszahlen kann Zwickau wohl den Q4 alleine bauen. 

Das bedeutet, dass in Brüssel dieses Jahr zwischen 100 und 200 Q4-Fahrzeuge von Band rollen werden. Aus den is Mitte 2026 geplanten 40.000 Modellen dieses Typs aus Brüssel wird wohl nichts. Noch sind potentielle E-Auto-Käufer in Europa und besonders in Deutschland zurückhaltend. Das liegt zum einen an der noch unzureichenden Ladeinsfrastruktur und zum anderen an den wesentlich günstigeren Elektroautos aus China, so eine Erklärung des Audi-Managements.  

Wie sich dies auf die Beschäftigung am Audi-Standort Brüssel auswirken wird, ist völlig unklar, zumindest langfrtistig. Hier hofft die Direktion, dass man dies mit einem bessern Verkauf des in Brüssel montierten Q8 wettmachen kann. Im Brüsseler Werk sind zur Zeit etwa 3.000 festangestellte Mitarbeiter beschäftigt und etwa 500 Zeitarbeitskräfte. 

 

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