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M113 in der Werkstatt. Foto: Jens Franssen

VIDEO: Belgien rüstet Schützenpanzer M113 auf, um sie in die Ukraine zu schicken

Dutzende von gepanzerten Schützenfahrzeugen des Typs M113 werden im Auftrag von Belgien, Luxemburg und den Niederlanden in der wallonischen Stadt Aubange überholt und modernisiert. In Kürze werden diese gepanzerten Fahrzeuge an die Front in der Ukraine geschickt. Der Verteidigungsexperte von VRT NWS, Jens Franssen, durfte als erster Journalist die Fabrik von John Cockerill Defence besuchen und sich ein Bild machen. 

Jens Franssen Martina Luxen
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Die M113, die zurzeit in Belgien aufgerüstet werden, hatte der wallonische Waffenhersteller John Cockerill Defence der italienischen Armee abgekauft. Belgien beteiligt sich mit 11 Millionen Euro an der Modernisierung der Schützenpanzer, die es zusammen mit den Niederlanden und Luxemburg modernisiert.

“Der M113 ist ein veraltetes, aber sehr vielseitiges Waffensystem", sagt Michaël Debergh von John Cockerill. Das Fahrzeug wird auch zunehmend in der Ukraine eingesetzt. Die USA haben der Ukraine in den letzten Monaten bereits rund 300 M113 zur Verfügung gestellt. Auch Großbritannien, Spanien, Litauen und Deutschland liefern diese Panzerfahrzeuge an die Ukraine. 

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"Wir freuen uns, als Mitglied der europäischen Verteidigungsindustrie unseren Beitrag zu leisten, um die Ukraine bei der Verteidigung gegen Russland zu unterstützen", so Renaudin abschließend.

Überholt und modernisiert in Belgien

Die M113 werden bei John Cockerill in Aubange (Provinz Luxemburg) mit einem ferngesteuerten Waffensystem ausgestattet. Außerdem können auf den Fahrzeugen unter anderem Maschinengewehre von FN Herstal montiert werden.

Ukraine bekommt auch Ersatzteile für die M113-Panzer geliefert. Foto: Jens Franssen

"Dieser (Foto unten und oben) M113 ist etwa 40 Jahre alt. Er wiegt 12 Tonnen", sagt Debergh: "Am schwierigsten ist es, den schweren alten Geschützturm herauszunehmen. (…) "Wir nehmen alles heraus, reinigen, testen den Motor, ersetzen Leitungen und Filter und tauschen verschlissene Teile aus", sagt Debergh.  

Jeder Schützenpanzer wird gründlich getestet. Foto: Jens Franssen

Thierry Renaudin, der CEO von John Cockerill Defence, ist sehr stolz auf die Arbeit seiner Leute: "Es ist ein sehr komplexes Projekt, weil es sich um alte Panzer handelt, die wir in kürzester Zeit wieder aufbereiten."  

Details über das Bewaffnungssystem, die Anzahl der aufgerüsteten Fahrzeuge oder Informationen über die Beteiligung der Waffenfabrik FN Herstal an der Modernisierung sind streng vertraulich und werden nicht mitgeteilt.

"Wir freuen uns, als Mitglied der europäischen Verteidigungsindustrie unseren Beitrag zu leisten, um die Ukraine bei der Verteidigung gegen Russland zu unterstützen", so Renaudin abschließend.

M113 zuverlässiger Allrounder

Der M113 wurde entwickelt, um Truppen und Ausrüstung vor feindlichem Feuer und Angriffen mit chemischen, biologischen, radiologischen und nuklearen Waffen zu schützen. "Das sind echte Arbeitspferde", sagt Debergh: "Dieser hier ist vierzig Jahre alt, aber er hört sich an wie neu.

Schützenpanzer M113 im Einsatz in Saprorischschja

Die Basisvariante des M113 kann je nach Konfiguration 11 bis 12 voll ausgerüstete Soldaten befördern. Je nach Einsatzanforderungen kann der M113 mit verschiedenen Waffensystemen ausgestattet werden, von leichten Maschinengewehren bis hin zu Kanonengeschützen. Das Fahrzeug verfügt über Raupenketten für die Mobilität in unterschiedlichem Gelände und ist damit sowohl für unbefestigte Straßen als auch für unwegsames Gelände geeignet.

Aufgrund seiner Vielseitigkeit und seines modularen Aufbaus können M113 unter anderem als Kommandowagen, Sanitätsfahrzeug, Mörserträger eingesetzt werden. Der M113 ist für seine Langlebigkeit und Zuverlässigkeit bekannt.

Archivfoto: M113 der belgischen Streitkräfte

Dennoch ist der Einsatz des M113 mit Nachteilen verbunden. Er bietet zwar Schutz gegen kleinkalibrige Waffen und Schrapnelle, aber nicht ausreichend Schutz gegen moderne Panzerabwehrwaffen und Sprengstoffe wie modernere gepanzerte Fahrzeuge.

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