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Abschaffung der Krankheitsattestpflicht für einen Tag führt nicht zu mehr Krankfeiern im öffentlichen Dienst

Die Abschaffung der Pflicht, ein Krankheitsattest vorzulegen, wenn man nur einen Tag krank ist, hat nicht dazu geführt, dass die Bundesbeamtinnen und -beamten mehr krankgefeiert haben. Seit der Abschaffung der Meldepflicht nehmen die Bundesbediensteten sogar weniger Krankheitstage in Anspruch. Obwohl sie sich häufiger krankmelden, ist die Gesamtzahl der Krankheitstage sogar zurückgegangen. Die für den öffentlichen Dienst zuständige föderale Ministerin Petra De Sutter (flämischen Grünen) möchte daher den Zeitraum, für den keine Krankmeldung erforderlich ist, auf drei Tage erhöhen.  

Martina Luxen Belga
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Seit dem vergangenen Jahr brauchen die Bediensteten bei den Bundesverwaltungen keine Krankmeldung mehr einzureichen, wenn sie nur einen Tag krank sind. Sie dürfen drei Mal pro Jahr einen Tag wegen Krankheit ohne Attest fehlen.  

Die für den öffentlichen Dienst zuständige föderale Ministerin Petra De Sutter sagte gegenüber VRT News: "Wenn wir das erste Halbjahr 2023 mit dem ersten Halbjahr 2022 vergleichen, sehen wir, dass die Gesamtabwesenheit aufgrund von Krankheit für weniger als einen Monat von 7,3 Prozent auf 6,95 Prozent zurückgegangen ist, und das ist gut. Seit der Abschaffung der Meldepflicht nehmen die Bundesbediensteten sogar weniger Krankheitstage in Anspruch. Obwohl sie sich häufiger krank melden, ist die Gesamtzahl der Krankheitstage der Bundesbediensteten zurückgegangen.  

Seit Einführung des neuen Systems haben sich etwas mehr Beamte einen Tag lang krank gemeldet als im gleichen Zeitraum des Vorjahres (4,8 Prozent gegenüber 3,6 Prozent).

Sowohl die Petra De Sutter als auch der föderale Gesundheitsminister Frank Vandenbroucke (flämischer Sozialist) sprechen sich für die Abschaffung der Pflicht zur Vorlage einer Krankmeldung für Krankheitszeiten von höchstens drei Tagen aus. Die neuen Zahlen über krankheitsbedingte Fehlzeiten bei Beamten scheinen die Logik ihres Vorschlags zu bestätigen.

Wenn man die Pflicht zur Vorlage einer Krankmeldung für kurze Zeiträume abschafft, sind die Leute weniger lange krank."

Petra De Sutter, Ministerin für den öffentlichen Dienst (Groen)

Petra De Sutter erklärte gegenüber VRT News: "Wenn man die Pflicht zur Vorlage einer Krankmeldung für kurze Zeiträume abschafft, sind die Leute weniger lange krank. Sie fühlen sich nach ein oder zwei Tagen besser und kehren zur Arbeit zurück, während die Ärzte oft zur Vorsicht raten und ihnen eine Krankschreibung für einen längeren Zeitraum ausstellen. Es ist auch gut, dass die Menschen im Krankheitsfall nur kurz der Arbeit fernbleiben, denn so stecken sie weniger andere Menschen an. 

Die Abschaffung der Pflicht zur Ausstellung einer Krankschreibung bei eintägiger Abwesenheit wurde eingeführt, um die Arbeitsbelastung der Hausärzte zu verringern. Die Abschaffung der Krankenscheinpflicht bei einer Abwesenheit von bis zu drei Tagen würde nicht nur die Arbeit der Hausärzte weiter erleichtern, sondern auch dem Gesundheitssystem Geld sparen, da der Löwenanteil der Kosten für Arztbesuche vom Staat getragen wird.

Der flämische Arbeitgeberverband Voka ist gegen den Vorschlag der Minister. Hans Maertens, Geschäftsführer der Voka, sagte gegenüber VRT News, dass es den Arbeitgebern überlassen bleiben sollte, ob ihr Personal ein Krankheitsattest vorlegen muss oder nicht.

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