Die Region Brüssel-Hauptstadt will die Verkehrsachse Louizalaan vollständig neugestalten und dies im Hinblick auf mehr Grün und mehr Lebensqualität in der direkten Umgebung. Dazu wurde jetzt von Seiten der Brüsseler Umweltgesellschaft und des regionalen Mobilitätsministeriums eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Ob die Louizalaan mehr oder wenige autofrei werden wird, sei dahingestellt.
Vielbefahrene Verkehrsader: Brüssel will die Louizalaan wieder angenehmer gestalten
Die Louizalaan, in Französisch Avenue Louise, ist ursprünglich als eine mit Bäumen umgebene Allee angedacht worden, doch seit dem Beginn des Individualverkehrs in den 1950er Jahren auch in Brüssel ist sie zu einer vielbefahrenen Verkehrsachse „verkommen“, an der die Lebensqualität inzwischen mehr und mehr zu wünschen übriglässt.
„Wir wollen den historischen Fehler der 50er-Jahre reparieren und aus dieser Allee wieder einen angenehmen und lebbaren Ort machen“, so Brüssels regionale Verkehrsministerin Elke Van den Brandt (Groen). Nach Ansicht der niederländischsprachigen Grünen soll die „Louiza“ grüner, sicherer und ruhiger werden und die Tunnelmündungen der Schnellstraße sollen zugunsten von Radwegen verschwinden.
Ziel der Machbarkeitsstudie zu einer Umgestaltung der Allee/Schnellstraße soll ein ausgewogener Plan zwischen wohnen, arbeiten, Verbindungs- und Transportweg und Promenade sein. Innerhalb dieser Studie soll auch nachgedacht werden, wie man die Ein- und Ausfahrten zum Baljuw- und zum Vleurgattunnel in diesem Zusammenhang anpassen könnte.
In dieser Machbarkeitsstudie sollen die Interessen, die Bedenken und die Anmerkungen verschiedenster Beteiligter zum Tragen kommen: Polizei, betroffene Brüsseler Gemeinden, die Nahverkehrsgesellschaft MIVB/STIB mit ihren Bussen und Trams auf der „Louiza“, die Brüsseler Umweltgesellschaft, die regionale Abfallgesellschaft, der Baumeister und nicht zuletzt die Anwohner und die lokalen Geschäftsleute und Gastronomen.
