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Flanderns Haushalte produzierten 2022 deutlich weniger Abfall

Jeder Einwohner des belgischen Bundeslandes Flandern hat im vergangenen Jahr im Durchschnitt 416 kg Haushaltsmüll produziert. Das ist im Vergleich zu 2021 ein deutlicher Rückgang um 55 kg, wie die Flämische Abfallgesellschaft (OVAM) berechnete. Zudem ist dies die niedrigste Haushaltsmüllmenge seit 1991 in Flandern.

Andreas Kockartz Belga
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2022 produzierten die Privathaushalte in Flandern insgesamt 2,8 Millionen Tonnen Abfall, wie OVAM auf Basis von Zahlen des flämischen Statistikamtes berechnete. Das entspricht in etwa 416 kg pro Kopf und bedeutet einen Rückgang um 55 kg pro Einwohner auf Jahresbasis. Im Zehnjahresvergleich ist dies sogar ein Rückgang um 105 kg pro Kopf, so die regionale flämische Abfallgesellschaft.

In Sachen Restmüll, das ist der Abfall, der zu Verbrennungsöfen gebracht wird, weil er nicht recyclingfähig ist, produzierten die Flamen im Durchschnitt letztes Jahr rund 128 kg Müll.

Kurzfristige und langfristige Erklärung

Eine kurzfristige Erklärung für diese Entwicklung ist laut OVAM, dass der Abfallrückgang eine Folge der Energiekrise und der Inflation im vergangenen Jahr sein kann, wozu noch der trockene Sommer kommt, der ebenfalls für einen Rückgang von Grünabfällen oder wiederverwertbarem Abfall gesorgt haben könnte.

Langfristig aber kann das auch als Erfolg für die Infokampagnen zum Umgang bzw. zur Vermeidung von Abfall gewertet werden. Im Gegensatz dazu ist die Menge des wilden Mülls in den Straßen in Flandern deutlich größer geworden und die Restmüllmenge durch Wirtschaft und Industrie ist ebenfalls kaum gesunken. 

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