Zum Hauptinhalt springen
Inland
Politik

Wahlen 2024: N-VA Parteichef De Wever plädiert noch immer für eine flandernweite Zentrumspartei

Bart De Wever (Foto), Vorsitzender der flämischen Nationaldemokraten N-VA und Bürgermeister von Antwerpen, hat einmal mehr für eine „Neuorientierung aller politischen Kräfte im Zentrum und rechts vom Zentrum“ plädiert. Gegenüber VRT NWS nannte er die deutschen Christdemokraten der CDU ein Vorbild für eine solche Bewegung. Seine N-VA könne in einer solchen Partei aufgehen, so De Wever.

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Damit, so Bart De Wever, könne der „schwierige Name seiner Partei mit samt seinem Bindestrich“ endlich verschwinden. Der flämische Nationaldemokrat verweist in diesem Zusammenhang auch auf ein Interview mit dem ehemaligen Vorsitzenden der flämischen Liberalen Open VLD, Egbert Lachart, gegenüber dem Wochenblatt HUMO. Auch dieser kann sich vorstellen, dass man die flämische Parteienlandschaft auf zentrum-rechter Seite neuorientieren könnte.

Der Tenor der beiden flämischen Politiker ist, dass es schon 2024 - wenn ein neues belgisches Bundes- und ein neues flämisches Landesparlament gewählt werden - keinen Sinn mehr haben würde, in Flandern mit 2 oder 3 Parteien eines ähnlichen Spektrums anzutreten. Die aktuellen Sonntagsfragen würden dies unterstreichen. Letzte Woche haben unsere Kollegen des flämischen Privatsenders VTM und der Tageszeitung Het Laatste Nieuws die Resultate einer neuen Umfrage zum Wahlverhalten veröffentlicht.

Umfrage

Demnach würde der rechtsradikale Vlaams Belang in Flandern mit 25,8 % der Stimmen stärkste Kraft, gefolgt von der N-VA mit 20,2 %. Dritte Kraft wären die Sozialisten von Vooruit mit 15,4 % vor der christdemokratischen CD&V mit 12,2 % (bei leichten Verlusten). Zu den Gewinnern würde auch die kommunistische PVDA gehören, auf die 9,5 % der Stimmen entfallen könnten. Verlierer sind die liberale Open VLD mit nur noch 8,2 % und die Grünen von Groen, die bei 6,4 % bedenklich nahe der 5 %-Hürde landen.

Für Bart De Wever und Egbert Lachaert wäre demnach ein Mitte-Rechtsverbund zwischen N-VA, Open VLD und CD&V eine logische Verbindung im Kampf gegen Vlaams Belang. Die N-VA hat zudem den ehemaligen LDD-Rechtspopulisten Jean-Marie Dedecker reaktiviert, der für die Nationaldemokraten ohne deren Mitglied zu sein, als Spitzenkandidat für die belgischen Föderalwahlen in der Provinz Westflandern antritt. Seiner Partei möchte Dececker kein neues Leben einhauchen. Dedecker soll für die N-VA dem Vlaams Belang im rechten Spektrum Stimmen ablocken…  

Meistgelesen

  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5