Die Hochgeschwindigkeits-Bahnunternehmen Thalys und Eurostar haben fusioniert und seit dem 1. Oktober firmiert das neue Schnellzug-Bahnunternehmen unter dem Namen „Eurostar“. Das bedeutet, dass ab jetzt alle Schnellzüge zwischen Brüssel, Amsterdam, Köln, London und Paris unter dem Namen Eurostar unterwegs sind. Die Züge bekommen ein neues Logo und der Markenname Thalys verschwindet.
Aus Thalys und Eurostar ist "Eurostar" geworden: Der Markenname Thalys verschwindet
Das neue Logo von Eurostar seit der Fusion ist ein Stern mit einem Zentrum und dieses Zentrum ist der Bahnknotenpunkt Brüssel, wie Gwendoline Cazenave, CEO der Eurostar Group, schon im Januar andeutete: „Brüssel bildet das Zentrum unseres Netzes, was nur rund 2 Stunden von all unseren Bestimmungen entfernt ist.“
Dieser Stern ist übrigens vom „Etoile du Nord“ inspiriert. So hießen die ersten TEE-Züge, die Paris, Brüssel und Amsterdam verbanden und dieses Logo ist heute noch in der großen Halle des Brüsseler Nordbahnhofs zu erkennen. In den kommenden Monaten wird das neue Logo auf allen Thalys- und Eurostarzügen angebracht (Fotos oben und unten).
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Ansonsten wird sich am Aussehen der Hochgeschwindigkeitszüge vorerst nicht viel ändern - Die ehemaligen Thalys-Züge bleiben vorerst rot/grau und die Eurostars behalten ihre blau-hellgraue Farbe. Tickets können über eine gemeinsame Webseite und eine gemeinsame App erworben werden.
Die neue HST-Gruppe optierte für den Namen Eurostar, da dieser sowohl innerhalb Europas, als auch darüber hinaus inzwischen hinlänglich bekannt ist, so CEO Cazenave im Januar 2023. Bis 2030 will die Eurostar Group 30 Millionen Fahrgäste pro Jahr befördern, doppelt so viele, wie 2022. Letztes Jahr nahmen rund 15 Millionen Reisende entweder einen Thalys oder einen Eurostar für ihre Fahrt. Das waren immer noch 15 % weniger Fahrgäste als 2019 vor Corona. Die Zahlen von damals sollen bereits dieses Jahr wieder aufgeholt werden.
Die Eurostar-Gruppe gehört mehrheitlich der französischen Bahngesellschaft SNCF und die belgische NMBS/SNCB ist zu 18,5 % an dem Unternehmen beteiligt. Nach der Fusion beschäftigt Eurostar rund 2.200 Mitarbeiter und setzt 51 Hochgeschwindigkeitszüge ein: 26 Ex-Thalys-Züge und 25 Eurostars. Das Unternehmen hat in 5 Ländern Niederlassungen und fährt diese Länder auch an: Frankreich, Belgien, Großbritannien, die Niederlande und Deutschland.
