In Antwerpen ist dem definitiven Entwurf für eine Neugestaltung des Viertels um das alte Lotsenhaus zugestimmt worden. Das Gebiet umfasst das gesamte Gebiet rund um das Gebäude. Geplant sind unter anderem ein Park mit Liegewiese und eine Gedenkstätte für die Opfer des Zweiten Weltkriegs. Die Arbeiten dazu sollen Ende 2024 beginnen.
Neugestaltung: So sollen das Antwerpener Lotsenhaus und seine Umgebung in einigen Jahren aussehen
Die Pläne zu dieser Neugestaltung betreffen das Gebiet am Lotsenhaus - in Antwerpen „Loodswezen“ genannt - und zwar zwischen dem Tavernier-Kai und dem Van Meteren-Kai, dem Bonaparte-Dock am Museum am Strom (MAS) und dem Ufer der Schelde. Der Antwerpener Stadtrat stimmte den Plänen kürzlich zu und damit auch dem geplanten Park mit Liegewiese und mehreren Gärten.
Durch den Abriss einiger nicht erhaltenswerten Gebäude sollen auch die alten „Vlieten“, sprich die Straßen über den früheren Kanälen Brouwersvliet, Sint-Pietersvliet und Koolvliet sowie das Hafenviertel „Eilandje“ von dort aus wieder zu sehen sein. Daneben wird dort auch eine Gedenkstätte mit den Namen der Opfer des Zweiten Weltkriegs in Antwerpen errichtet.
(Lesen Sie bitte unter dem Foto weiter)
Um die Antwerpener Altstadt und ihre Viertel gegen Überflutungen zu wappnen, wird im Zuge dieser Arbeiten auch das Wasser- und Sturmwehr am Ufer erhöht und zwar auf 2,25 Meter oberhalb der Kade. Dabei werden auch die alten Vliet-Wehre rekonstruiert. Ergänzt wird die gesamte Anlage durch ein mobiles Wehr.
Das Lotsenhaus, seit einigen Jahren unter Denkmalschutz gestellt, mit seinen Nebengebäuden sind 1895 im neogotischen Stil von den beiden Architekten Hendrik Kennis und Ferdinand Truyman gebaut worden und bilden seit dem einen wichtigen Teil der Skyline des innenstadtnahen Altstadt- und Hafenviertels. Seit 2017 sind die Büros des Lotsendienstes und der anderen maritimen und Schelde-Verwaltungen umgezogen und seit dem wurden dort befristet andere Anlaufstellen untergebracht. Im gleichen Jahr erwarb die Stadt Antwerpen die Immobilie für lediglich 2,1 Mio. € von der Schifffahrtsinspektion.
