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Inland
Justiz

Prostitution: Razzia gegen Zuhälter und Menschenschmuggler mit 25 Verhaftungen in Brüssel

Im Brabantviertel in der Nähe des Brüsseler Nordbahnhofs sind am Mittwoch etwa 30 Bars des Rotlichtmilieus geschlossen worden. Gleichzeitig durchsuchte die föderale Kriminalpolizei Wohnungen an 56 Adressen in Brüssel, Lüttich, Antwerpen und in Ostflandern. Die Aktion richtete sich gegen Zuhälter und Schleuser, die Mädchen und junge Frauen aus Nigeria und Ghana nach Belgien bringen, um sie dort als Prostituierte auszubeuten. 

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Laut Brüsseler Staatsanwaltschaft wurden bei der Aktion 30 Bars und Schaufenster in der Nähe des Nordbahnhofs geschlossen und versiegelt, in denen die Frauen ausgebeutet wurden. Bei dieser umfassenden Razzia wurden Hausdurchsuchungen an 56 Adressen durchgeführt. Gegen 25 Personen wurde Haftbefehl erlassen und 23 weitere Personen wurden erkennungsdienstlich von der Polizei erfasst. Zudem beschlagnahmte die Polizei an mehreren Adressen hohe Bargeldbeträge.

Im Brüsseler Rotlichtviertel selbst wurden drei junge Männer festgenommen, die junge Mädchen aus Nigeria, die sich unter prekären und ungesetzlichen Bedingungen in unserem Land aufhalten, zur Prostitution zwangen. Diese Frauen wurden über Frankreich und Italien nach Belgien geschleust, um hier in Vitrinen Tag und Nacht Freier zu bedienen.

Die Justiz wird sich aber auch gegen die Vermieter der Bordelle und der Vitrinen richten, die ihre Immobilien für diese Form der erzwungenen Prostitution zu extrem hohen Preise an die Frauen vermieteten. Die 30 Bars im Brabantviertel wurden allesamt geschlossen und versiegelt und sind Gegenstand von gerichtlichen Ermittlungen. 

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