Die Inflation in Belgien ist im zu Ende gehenden Monat September auf 2,39 % gesunken. Das ist der niedrigsten Stand seit etwa zwei Jahren und auch auf Monatsbasis sank die Teuerungsrate deutlich. Ende August lag die Inflation noch bei 4,09 %.
Die Inflation sinkt in Belgien auf den niedrigsten Stand seit rund zwei Jahren
Im Vergleich zum Monat September 2022 ist das Leben demnach 2,39 % teurer geworden. Die Inflation in Belgien entwickelt sich damit in Richtung von 2 %, ein Wert, den die Europäische Zentralbank (EZB) anstrebt.
Die Kerninflation, die unabhängig von der Preisentwicklung von Energieprodukten und unverarbeiteten Lebensmitteln berechnet wird, liegt derzeit bei 6,95 %. Strukturell steigen die Lebenshaltungskosten in unserem Land also weiter.
Dass die Inflation sinkt, ist also deutlich auf die Tatsache zurückzuführen, dass Strom und Gas vor einem Jahr noch wesentlich teurer waren, als heute. 2022 waren Energieprodukte noch rund 30 % teurer als jetzt.
Die stärksten Preisanstiege wurden im September bei alkoholischen Getränken, Kraftstoffen, Auslandsreisen und Citytrips registriert. Günstiger wurden Flugscheine, Zuckerwaren, Brot und Getreide, Hotelzimmer, Erdgas, Obst, Gemüse und Fleisch, alkoholfreie Getränke und Milchprodukte.
Der Schwellenindex, auch Spilindex genannt, wird im September im Gegensatz zu den Erwartungen des Bundesplanungsbüros nicht überschritten. Das bedeutet, dass die automatische Anpassung der Löhne, Gehälter und Sozialleistungen noch etwas auf sich warten lassen wird. Das letzte Mal, dass in Belgien der Schwellenindex überschritten wurde, war im November 2022.
