Die Brüsseler Nahverkehrsgesellschaft MIVB/STIB und das Bau-Konsortium „Toots“ aus den Unternehmen Besix, Jan De Nul und Franki Construct haben sich auf eine Wiederaufnahme der Bauarbeiten zur Metrolinie 3 einigen können. Dies meldet die frankophone Brüsseler Tageszeitung Le Soir am Mittwoch. Diese Arbeiten wurden wegen enormer Kostenanstiege vor etwa anderthalb Jahren im Bereich Bahnhof Süd/Midi stillgelegt.
Streit geschlichtet? Die Bauarbeiten für die Brüsseler Metrolinie 3 werden wieder aufgenommen
Das Problem, dass zu dieser Unterbrechung der Bauarbeiten für Brüssels dritte Metrolinie führte, waren bauliche Probleme unter dem sogenannten „Südpalast“ (Foto) zwischen dem Stadtzentrum und dem Bahnhof Süd/Midi. Das Unternehmenskonsortium war auf einen deutlich feuchteren und morastigeren Untergrund unter diesem riesigen Gebäude gestoßen, als ursprünglich angenommen.
Daraufhin wurde die Rechnung durch die entstehenden Mehrkosten deutlich angehoben, was den Auftraggeber der Bauarbeiten, die Brüsseler Nahverkehrsgesellschaft MIVB, auf die Barrikaden steigen ließ. Laut Le Soir belaufen sich die Mehrkosten am „Südpalast“ auf mindestens 400 Mio. €.
2022 wurden die Baukosten für die neue Metro noch auf rund 756 Mio. € geschätzt, doch jetzt wird das Megaprojekt wohl mindestens 1.283 Mia. € verschlingen. Inzwischen wird aber deutlich, dass man Teile des „Südpalastes“ abbrechen muss, um den Bau nach den Metro-Arbeiten wieder aufzubauen. Diesen Schritt beschloss das Brüsseler Regionalparlament am Montag nach einer entsprechenden Empfehlung der Kommission für territoriale Entwicklung…
