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Berittene Polizeistreife im Brüsseler Matongé-Viertel
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Brüsseler Korpschef warnt vor mehr Schießereien: "Es läuft ein Krieg um Territorium"

Die Polizeizone Brüssel-Hauptstadt geht davon aus, dass es in naher Zukunft zu weiteren Schießereien kommen wird. Solche Schießereien haben derzeit wohl einen direkten Link zur Drogenkriminalität. Offenbar handelt es sich dabei um einen Krieg um Territorium für den Drogenhandel. In letzter Zeit kam es zu Vorfällen in Anderlecht und im Matongé-Viertel, bei denen es Verletzte und Tote gab.

Andreas Kockartz
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Zum ersten Mal wurden bei einem solchen Vorfall auch unbeteiligte Bürger getroffen. In der Nacht zum Sonntag wurden in Matongé zwei Personen durch verirrte Kugeln verletzt.

Michel Goovaerts, der Korpschef der Polizeizone Elsene/Hauptstadt, sagte gegenüber der Brüsseler Nachrichtenplattform BRUZZ, dass ihn diese Entwicklung nicht wirklich verwundere: „Wir müssen feststellen, dass unschuldige Opfer, die einfach nur vorbeikamen, von verirrten Kugeln getroffen wurden. Das bedauern wir enorm. Es gab bereits davor einige Schießereien auf dem Gebiet de Brüsseler Hauptstadt-Region und ich fürchte, dass wir nicht ausschließen können, dass es zu noch mehr solcher Schießereien kommen wird.“

Gleichzeitig nimmt auch die Gewalt auf der Straße in Sachen Drogen in der belgischen Hauptstadt immer mehr zu, wie Goovaerts bestätigt: „Das ist nicht nur in Brüssel, sondern auch in anderen Großstädten der Fall. Das ist ein reales Problem. Esläuft ein Krieg um Territorium. Einige Banden versuchen, den Handel in ihre Hände zu bekommen. Wir haben dazu einen Drogenplan, bei wem wir mit der Bundespolizei und mit den anderen Brüsseler Polizeizonen zusammenarbeiten, erstellt.“

Von dem oder den Tätern im Fall Matongé fehlt noch jede Spur. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren, so Korpschef Goovaerts weiter: „Alle Pisten sind möglich. Es kann sich um eine aus dem Ruder gelaufene Schlägerei handeln, oder um einen Drogendeal. Das müssen die weiteren Ermittlungen ergeben. Dieses Viertel ist seit Jahren für das Dealen von Drogen bekannt, wobei es oft um Cannabis geht. Wir beobachten aber jetzt auch zunehmend andere Drogen, wie Kokain oder Crack. Das bereitet uns Sorgen.“ 

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