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Fast die Hälfte der Belgier schaut Filme und Serien über Netflix, auch VRT MAX und VTM GO werden immer beliebter

45 Prozent der Belgier sehen sich Filme und Serien auf Streamingkanälen und insbesondere auf Netflix an. Auch die Streaming-Dienste der klassischen Fernsehsender werden immer beliebter: Ein Drittel der Flamen hat im letzten Monat mindestens einmal VRT MAX (öffentlich-rechtlicher Sender) oder VTM GO (Privatsender) gesehen. Das Live-Fernsehen ist aber nach wie vor am beliebtesten. Fast 8 von 10 Belgiern haben im letzten Monat mindestens einmal ferngesehen.

Martina Luxen
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Die Nutzer wollen zunehmend selbst bestimmen, was sie sehen, wann sie es sehen und wie viel sie sehen. "Sie lassen sich immer weniger vorschreiben, welche Sendungen sie sehen", sagt Tom Evens, Professor für Kommunikationswissenschaften an der UGent. "Das breite Angebot an Streaming-Diensten entspricht genau diesen Bedürfnissen."

Deshalb wachsen die Streaming-Plattformen weiter. Vor allem Netflix ist in Belgien sehr beliebt. Laut der jährlichen Umfrage des Zentrums für Informationen über die Medien (CIM) sehen sich 45 Prozent der Belgier Filme und Serien über die Plattform an. Das entspricht einem Anstieg von mehr als sieben Prozent. Der einzige flämische Streaming-Dienst Streamz erreicht ein Drittel der flämischen Bevölkerung. 

"Als erster großer Player hat Netflix eine große Reichweite aufgebaut und sich etabliert. Während das Wachstum seiner Konkurrenten nachlässt, baut Netflix seine Marke nur noch besser auf", stellt Evens fest.   

Die Fernsehsender passen sich an

Nicht nur die großen Streaming-Plattformen sind auf dem Vormarsch, sondern auch die Streaming-Dienste der "klassischen" Fernsehsender gewinnen an Boden. Mehr als 35 Prozent der Flamen nutzen VTM GO, um Fernsehprogramme zu sehen, während VRT MAX von 32 Prozent der Flamen genutzt wird.   

"Die Fernsehsender passen sich in dieser neuen Medienlandschaft an", erklärt Evens. "Das Fernsehpublikum ist nach wie vor an ihren Programmen interessiert. Wir sehen sie nur auf eine andere Art und Weise agieren. Die Sender bieten auf ihren Plattformen oft andere Titel an als im Fernsehen, was sie besonders attraktiv macht."

Video bleibt Lieblingsmedium

In der Studie gab fast jeder Belgier (98 Prozent) an, in den letzten 30 Tagen ein Video angesehen zu haben. Dabei bleibt das Fernsehen das beliebteste Videomedium, da achtzig Prozent der Belgier in den letzten 30 Tagen live ferngesehen haben. Aber auch das Fernsehen auf Abruf (aufgezeichnet oder zeitversetzt) wird immer beliebter. 

"Das Fernsehen ist also keineswegs tot", fügt Evens hinzu. "Die Nutzer sehen vielleicht weniger Minuten Live-Fernsehen, aber sie erleben das Fernsehen auf eine andere Art und Weise. Es ist nur eine Frage, wer das meiste Geld einnehmen wird. Die internationalen Anbieter werden weiter wachsen, aber unsere lokalen Sender lassen sich nicht unterkriegen."

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