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Inland
Wirtschaft

"Waffenstillstand": Die belgischen Ryanair-Piloten werden in den kommenden Monaten nicht streiken

Direktion und Gewerkschaften beim irischen Billigflieger Ryanair in Belgien haben am Freitag einen vorläufigen Waffenstillstand verabredet. Demnach werden die Piloten in den kommenden beiden Monaten nicht streiken und die Direktion wird keine Sanktionen verhängen. In dieser Zeit wird ein von der belgischen Bundesregierung eingesetzter Schlichter versuchen, den Sozialkonflikt dort zu lösen.

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Der Sozialkonflikt, der in den vergangenen Wochen zu mehreren Kurzstreiks an Wochenenden geführt hatte, betrifft hauptsächlich die Dienstpläne und die Ruhezeiten. Die Piloten sind mit den neuen Dienstplänen der Ryanair-Direktion nicht einverstanden, denn nach diesen sind die Ruhezeiten kürzer und sie müssen längere Stand-by-Zeiträume hinnehmen.

Überdies werfen die Piloten ihrem Management Erpressung vor, denn diese will angeblich erst dann neue Tarifverhandlungen anberaumen, wenn einige von ihnen ihre Klagen gegen ausstehende Gehälter zurückziehen. Die Piloten verlangen von Ryanair, dass die Fluggesellschaft „das belgische Recht respektiert, noch nicht ausbezahlte Gehälter überweist und neue Tarifverhandlungen startet.“

Nicht zuletzt sorgt auch das Thema Löhne und Gehälter bei Ryanair stets für Probleme. Die Piloten hatten 2020 zugestimmt, dass ihnen in Corona-Zeiten 20 % weniger Gehalt ausgezahlt wird. Damit sollte der Low Cost-Airlines über diese Krise hinweg geholfen werden. Doch bis heute weigert sich Ryanair, die Gehälter wieder nach oben zu korrigieren, auch wenn die Fluggesellschaft wieder satte Gewinne einfliegt.  

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