Zum Hauptinhalt springen
Inland
Wirtschaft

Colruyt übernimmt 57 Match- und Smatch-Filialen - In den übrigbleibenden Geschäften sind 690 Jobs bedroht

Die belgische Discounter-Gruppe Colruyt übernimmt 57 der insgesamt 77 Match- und Smatch-Filialen. Der Deal sieht auch vor, dass Colruyt die dort über 1.000 Beschäftigten mitübernimmt. Den übrigbleibenden Geschäften droht die Schließung, was wiederum rund 690 Jobs in Gefahr bringt.

Andreas Kockartz Belga
Veröffentlicht:

Die Konsolidierung am belgischen Retail-Markt geht weiter. Die Discounter-Gruppe Colruyt übernimmt 57 der insgesamt 77 Match- und Smatch-Filialen inklusive Personal. Colruyt übernimmt 28 Match-Supermärkte und 29 kleiner Smatch-Filialen. Die dort insgesamt beschäftigten 1.069 Mitarbeiter werde übernommen und behalten ihre aktuellen Arbeits- und Lohnbedingungen.

Colruyt übernimmt damit Märkte, die einen jährlichen Umsatz von rund 300 Mio. € generieren und bezeichnet die Übernahme „geografisch gesehen komplementär zum Lebensmittelnetzwerk der eigenen Gruppe.“ Bisher gehören zur Colryut-Gruppe auch die Märkte Okay, Spar und Bio-Planet. Welche Summe der Discounter für die Match- und Smatch-Filialen zahlt, wurde nicht bekannt.

Jobs bedroht

Die Übernahme der meisten Filialen durch Colruyt bedeutet für die übriggebliebenen Match- und Smatch-Filialen wohl die Schließung, wie die Direktion der Louis Delhaize-Gruppe am Freitag im Rahmen einer außergewöhnlichen Betriebsratsversammlung andeutete. Das bedeutet, dass die rund 690 Mitarbeiter der restlichen Läden und Bereiche dieser Gruppe (Match, Profi - das Unternehmen hinter Smatch und die Logistikabteilung Associated Retail) verloren gehen.

Match und Profi fahren seit Jahren teilweise hohe Verluste ein. Schon 2019 wurden einige Filialen geschlossen. Die Corona-Krise sorgte zeitweise für eine kurzzeitige Erholung, doch in der jüngeren Vergangenheit nahmen die jährlichen Verluste wieder zu. 

Meistgelesen

  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5