In diesen Tagen laufen einige tolle Fotoausstellungen in Brüssel und in Ostende. Im Hangar in Brüssel feiert sich die weltberühmte Fotoagentur Magnum zum 75. Geburtstag selbst und dies durch die Sicht von Fotografinnen und in Ostende zeigt die diesjährige Biennale Fotos von mehr als 30 Künstlerinnen und Künstlern in den verschiedensten Locations.
Besondere Fotoausstellungen: Magnum und die Frauen in Brüssel und die Biennale von Ostende
"Close Enough - 12 Women Photographers of Magnum"
Im Kulturzentrum Hangar in Brüssel zeigt die weltberühmte Fotoagentur Magnum zum 75. Geburtstag die Arbeiten von insgesamt 12 Fotografinnen, die die Kuratorin Charlotte Cotton ausgesucht hat. Dass es sich hierbei um Frauen handelt, ist bewusst so programmiert, wie die hier teilnehmende Magnum-Fotografin Bieke Depoorter gegenüber der flämischen Tageszeitung De Morgen sagte: „Weibliche Fotografen werden immer noch viel weniger ausgestellt, als Männer. Es ist also mit Sicherheit nicht verkehrt, einmal den Fokus auf uns zu legen. Aber was uns verbindet, geht natürlich viel weiter als das.“
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Die meisten Arbeiten der hier ausgestellten Fotografinnen befassen sich mit Begegnungen und viele dieser Begegnungen könnten dem Motto des Magnum-Mitbegründers und Kriegsfotografen Robert Capa entsprechen, der stets sagte, dass ein Foto vielleicht nicht gut ist, „weil der Fotograf nicht nahe genug dran war“. Der Titel der Ausstellung, „Close Enough“, kommt also nicht von ungefähr… Zu den Fotografinnen, die her ausstellen, gehören neben Bieke Depoorter („As It May Be“) auch Hannah Price („catcallers“), Cristina de Middel („Gentlemen’s Club“ und Sabiha Cimen („Hafiz“).
„Close Enough - 12 Women Photographers of Magnum“, noch bis zum 16. Dezember Fotokunstzentrum Hangar, Kasteleinplein 18, 1050 Brüssel. Info: https://www.hangar.art/close-enough
Die Fotobiennale von Ostende
Seit einigen Tagen läuft in Ostende die zweite Fotobiennale der Hafen- und Badestadt an der Nordseeküste. Hier zeigen über 30 Fotografinnen und Fotografen aus dem In- und Ausland eine Auswahl ihrer Werke. Kurator Stephane Verheye lässt einen roten Faden durch die verschiedenen Ausstellungen verlaufen, denn das Thema der Biennale ist die Verbindung der Fotografie zu den anderen Kunstformen: „Ursprünglich richtete sich die Fotografie hauptsächlich an die Wiedergabe der Realität, doch im Laufe des 19. Jahrhunderts nutzten Künstler Fotografie als visuellen Ausgangspunkt für ihre Malerei. Eine eher zufällige Requisite, die durch ihren realistischen Charakter die Fantasie von großen Künstlern, wie James Ensor oder René Magritte beflügelte. Als die Fotografie Teil der zeitgenössischen Kunst wurde, ließen sich Fotografen von der Malerei oder von anderen Kunstformen beeinflussen.“
Die Ausstellungen finden in verschiedenen Locations in Ostende statt, z.B. im Fort Napoleon, im Ensor-Haus, im MuZEE oder im Leopold-Park. Weitere Ausstellungen finden unter freiem Himmel und in 6 Galerien statt. Unter anderem zeigen der Amerikaner Joel-Peter Witkin, die Österreicherin Aglaia Konrad und die Belgierin Marie Wynands ihre Fotografien.
Foto-Biennale von Ostende, noch bis zum 12. November 2023, Info: https://www.fotobiennale.be/nl
