Mehrere Bürgerinitiativen und der flämische Umweltverband „Bond Beter Leefmilieu“ (BBL) haben unter dem gemeinsamen Nenner „Modal Shift Coalitie Regio Antwerpen“ ein Mobilitäts-Memorandum für die Provinz Antwerpen erstellt, dass im anstehenden Wahlkampf als Basis dienen kann und soll. Schwerpunkt des Memorandums ist ein effizienter Nahverkehr, der nicht zuletzt die Lebensqualität im Antwerpener Raum steigern soll.
Antwerpen: Bürgerinitiativen und Umweltschützer stellen ein Mobilitäts-Memorandum vor
Das Memorandum besteht aus einer Liste von Punkten, mit denen die Mobilität und der öffentliche Nahverkehr in der Provinz Antwerpen optimalisiert werden soll. „Eine Antwerpener Region, in der die Lebensqualität oben an steht? Das ist möglich!“, heißt es dazu von Seiten der Initiativnehmer, denn eine funktionierende Mobilität käme einer gesteigerten Lebensqualität entgegen.
„Man kann dies als eine Art Rezeptbuch ansehen, in dem die Lebensqualität anhand einer ganzen Reihe von Ideen und Lösungen für die Mobilität in der gesamten Region oben an steht“, so Marie Desrousseaux vom BBL gegenüber VRT NWS.
Man lege den Fokus auf drei Schwerpunkte: Nähe, Alternativen für den individuellen motorisierten Verkehr und Optimierung des Nahverkehrs: „Wir lancieren das Memorandum im Hinblick auf die Wahlen 2024. Zukünftige politische Vertreter können unsere Ideen als Quelle der Inspiration nutzen, um die Mobilität zu verbessern.“
Wir beobachten, dass in letzter Zeit schon einige gute Maßnahmen für das Fahrrad ergriffen wurden, doch jetzt müssen auch Lösungen für den anderen Verkehr kommen.“
Marie Desrousseaux, BBL
Für den flämischen Umweltverband und die angeschlossenen Bürgerinitiativen sind durchdachte Verkehrslösungen nicht nur für die Lebensqualität wichtig, sondern auch für den Klimaschutz.
„Wir beobachten, dass in letzter Zeit schon einige gute Maßnahmen für das Fahrrad ergriffen wurden, doch jetzt müssen auch Lösungen für den anderen Verkehr kommen. In diesem Plan stehen denn auch einige konkrete Lösungen, wie z.B. die Erweiterung von einigen Bus- und Straßenbahnlinien“, so Desrousseaux.
Doch das Memorandum geht auch auf Probleme auf flämischer Landes- und auf belgischer Bundesebene ein, wie z.B. auf das Problem der bezuschussten Firmenwagen, wo man empfiehlt, diesen Fuhrpark nach und nach abzubauen. Man kann das Memorandum (in niederländischer Sprache) auf der Webseite des BBL konsultieren.
