Die Brüsseler Gemeinde Schaarbeek musste zu ihrem Nachteil feststellen, dass ein Straßenbauprojekt wegen Mangels an Arbeitern nach dem Ende der Bauferien vorerst liegen bleiben muss. Das Unternehmen, das die Straßenbauarbeiten ausführt, klagt, dass seine Arbeitnehmer nach dem Urlaub nicht mehr nach Brüssel zurückgekehrt waren. Es wird vermutet, dass hohe Löhne mehr als einen Straßenbauarbeiter dazu verlockt haben, nach Paris zu gehen und dort an Projekten für die Olympischen Spiele im nächsten Jahr zu arbeiten.
Straßenbauarbeiten in Brüssel stillgelegt: Arbeiter mit mehr Lohn für die Olympischen Spiele nach Paris gelockt?
Die Renovierung der Houffalizeplein (Foto oben) in der Brüsseler Gemeinde Schaarbeek waren seit November letzten Jahres im Gange und sollten nach der Sommerpause abgeschlossen werden. Leider sind viele Baufachkräfte nach dem Urlaub nicht zurückgekehrt.
"Es herrscht ein enormer Mangel an Straßenbauarbeitern", erklärt Ive Callewaert von der Baufirma Krinkels, die die Bauarbeiten auf dem Platz ausführt: "Viele Arbeiter aus Portugal und Osteuropa sind nach der Sommerpause nicht nach Belgien zurückgekehrt. Wir vermuten, dass sie sich auf den Weg nach Paris gemacht haben. Auf dem belgischen Arbeitsmarkt sind keine Straßenbauarbeiter mehr zu finden. Wir müssen Arbeitskräfte aus dem Ausland beschaffen oder selbst ausbilden".
Das Unternehmen betont, dass die Arbeiten in Schaarbeek bereits gut vorangeschritten sind und alles getan wird, um die verlorene Zeit wieder aufzuholen.
