Leo De Smedt, ein Nachkommen der bekannten belgischen Brauerfamilie Affligem, heute im Besitz des holländischen Heineken-Konzerns, ist zu 30 Monaten Haft verurteilt worden. Sein Komplize Hans Velle erhielt sogar eine sechsjährige Freiheitsstrafe. Die beiden Betrüger wurden außerdem verurteilt, ihren Opfern über 1,5 Millionen Euro Schadensersatz zu zahlen.
Spross der Affligem-Brauerfamilie wegen schweren Betrugs verurteilt
Leo De Smedt ist eine bekannte Figur aus der Gegend von Opwijk in Flämisch-Brabant. Der mittlerweile über 70-Jährige hatte in den letzten zehn Jahren für seinen Traum geworben, die berühmte Affligem-Brauerei zurückzukaufen. Seine Verwandtschaft hatte die Anlage um die Jahrhundertwende an Heineken verkauften. De Smedt wandte sich an Dutzende Menschen und überzeugte 23 von ihnen, darunter zahlreiche Verwandte, ihm Bargeld in Höhe von insgesamt 3,2 Millionen Euro zu übergeben. „Er hatte sich große Summen geliehen und behauptet, er plane, die Brauerei zurückzukaufen. Er missbrauchte den guten Ruf seiner Familie und versprach allen, dass sie ihr Geld innerhalb von drei Monaten und mit einer Prämie von fünf Prozent zurückbekommen würden! Alles wurde auf Papier festgehalten, so dass er sehr überzeugend wirkte”, argumentierte die Staatsanwaltschaft. Am Ende stellte sich heraus, dass die Kreditgeber einem Betrug im großen Stil auf den Leim gegangen waren. Es gab keine Gespräche mit Heineken über den Rückkauf, während das Geld verschwunden war. Die Ermittlungen ergaben, dass Leo De Smedt sich mit dem Meisterbetrüger Hans Velle zusammengetan hatte, um den Betrug auf die Beine zu stellen. In der Vergangenheit wurde Velle wiederholt wegen ähnlicher Straftaten verurteilt. Diesmal bekam er sechs Jahre Gefängnis.
