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Child Focus: Zahl schutzbedürftiger minderjähriger Asylbewerber, die verschwunden sind, hat sich verdoppelt

Child Focus hat in diesem Jahr bereits 244 verschwundene unbegleitete Minderjährige registriert. Das schreibt die flämische Zeitung De Morgen. Das ist mehr als das Doppelte im Vergleich zu 2022 mit 136 Fällen.

Martina Luxen Belga
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Der Anstieg minderjähriger Asylbewerber in den Zahlen ist besorgniserregend. Die Kinderschutzorganisation Child Focus erhält vor allem Berichte von sehr gefährdeten Kindern und Jugendlichen: "Das sind zum Beispiel Kinder unter 13 Jahren oder Kinder, die sich nicht selbst helfen können oder deren Leben in Gefahr ist", sagte Tijana Popovic von Child Focus in De Morgen.

Die Gesamtzahl ist noch höher, da nicht alle Fälle bei Child Focus eingehen. Im vergangenen Jahr registrierte die belgische Asylbehörde Fedasil 297 verschwundene Minderjährige in der ersten Phase der Aufnahme. 

Besorgniserregende Entwicklung

Der Anstieg lässt sich vor allem dadurch erklären, dass mehr Minderjährige nach Belgien gekommen sind, so Popovic. Im Jahr 2022 wurde eine Rekordzahl von 6.434 unbegleiteten Minderjährigen in Belgien registriert.

"In der zweiten Phase der Aufnahme verschwinden mehr junge Menschen, vor allem aus den kollektiven Asylzentren. Sie bleiben zu lange im Verfahren stecken und sehen keine Perspektiven", so Popovic. Zwischen 30 und 40 Prozent dieser Minderjährigen, die verschwunden sind, hatten noch keinen Vormund.

Letztes Jahr registrierte Child Focus hauptsächlich Fälle von afghanischen Jungen, deren Spur man verloren hat. Dieses Jahr stehen marokkanische Jugendliche an erster Stelle. Die meisten Betroffenen (84 Prozent) sind Jungen im Alter von 15 bis 17 Jahren.

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