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Ab 2024 hat Belgien einen zusätzlichen Sitz im Europäischen Parlament

Bei den Europawahlen am 9. Juni 2024 werden die belgischen Bürgerinnen und Bürger nicht mehr 21, sondern 22 belgische Europaabgeordnete wählen müssen. Der zusätzliche Sitz wird einer niederländischsprachigen Kandidatin oder einem Kandidaten dieser Sprachrolle zugewiesen.

Martina Luxen Belga
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Das Europäische Parlament hat heute den Beschluss des Europäischen Rates gebilligt, die Zahl der Sitzplätze im Plenarsaal zu erhöhen. Die Verteilung wurde angepasst, um den demografischen Veränderungen in der Europäischen Union seit den Wahlen 2019 Rechnung zu tragen. Die Gesamtzahl der Sitze im Parlament wird von 705 auf 720 erhöht.    Frankreich, die Niederlande und Spanien bekommen jeweils zwei Sitze mehr. Belgien, Dänemark, Finnland, Irland, Lettland, Österreich, Polen, Slowenien und die Slowakei werden jeweils einen weiteren Abgeordneten haben. Kein Mitgliedstaat musste seinen Sitz abgeben.    Die belgischen Wähler werden daher am 9. Juni 22 Europaparlamentarier wählen: 13 niederländischsprachige (gegenüber 12 im Jahr 2019), acht französischsprachige und ein deutschsprachiges Mitglied. "Diese Entscheidung führt zu einer gerechteren Zusammensetzung des Europäischen Parlaments, die der Demografie der Mitgliedstaaten Rechnung trägt, wie wir es immer gefordert haben", sagte der französische Liberale Sandro Gozi, der das Dossier leitete.    Die Abgeordneten haben den Beschluss der Mitgliedstaaten mit 515 Ja-Stimmen, 74 Nein-Stimmen und 44 Enthaltungen gebilligt. In der Aussprache vor der Abstimmung kritisierten die Abgeordneten die Entscheidung des Europäischen Rates, die Idee der transnationalen Kandidatenlisten (+ 28 Sitze) aus dem ursprünglichen Vorschlag zu streichen.

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