In Belgien herrscht seit Freitag die erste landesweite Hitzewelle im Monat September. Gegen 11 Uhr waren es im Brüsseler Stadtteil Ukkel, wo das Königliche Meteorologische Institut (KMI) über 25 Grad, berichtet KMI-Wettermann David Dehenauw auf X, dem früheren Twitter.
Seit Freitag ist es offiziell: Belgien erlebt die allererste Hitzewelle im September!
Damit eine nationale Hitzewelle vorliegt, müssen die Höchstwerte in Ukkel an mindestens fünf aufeinanderfolgenden Tagen mindestens 25 Grad erreichen, wobei an mindestens drei Tagen mindestens 30 Grad erreicht werden müssen. Am Montag war es in Ukkel wärmer als 25 Grad, und am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag stieg das Quecksilber auf über 30 Grad: 30,9, 30,1 bzw. 30,2 Grad.
Es ist die zweite landesweite Hitzewelle in diesem Jahr in unserem Land. Die erste Hitzewelle begann am Donnerstag, dem 8. Juni, und dauerte 10 Tage.
Eine Hitzewelle im September sei ohnehin höchst ungewöhnlich, sagte Dehenauw. Dass das außergewöhnlich warme Wetter zu diesem späten Zeitpunkt des Jahres noch eine ganze Weile anhält, führt er auf den Klimawandel und das aktuelle Hochdruckgebiet über unserem Land zurück. Dieses Hochdruckgebiet aus Osteuropa beschert uns viel Sonnenschein, wird aber Anfang nächster Woche unser Land verlassen.
Noch etwas Altweibersommer
Dehenenauw rechnet damit, dass das warme Wetter in unserer Region noch eine Weile anhalten wird. Erst am Dienstag werde das Thermometer wieder unter 25 Grad sinken. Bis zum kommenden Montag gilt für das gesamte Land, mit Ausnahme der Küstenregion und der Provinz Luxemburg, die Hitzewarnstufe Gelb.
Aber auch danach verschwindet die Sonne nicht ganz. Es wird mit Schauern gerechnet, aber das Wetter bleibt überwiegend sonnig. "Von Herbstwetter kann man noch nicht sprechen", so Dehenauw.
