Der 19. informelle Gipfel der Staatschefs der deutschsprachigen Länder Europas wird am kommenden 11. und 12. September erneut in Belgien stattfinden. Das letzte Treffen der Staatsoberhäupter aus Deutschland, Liechtenstein, Luxemburg, Österreich, der Schweiz und natürlich auch aus Belgien fand 2016 in unserem Land statt.
Die deutschsprachigen Staatschefs tagen am kommenden Montag und Dienstag in Belgien
Auf Einladung von Belgiens König Philippe und Königin Mathilde werden Erbprinz Alois von und zu Liechtenstein, Großherzog Henri von Luxemburg, Frank-Walter Steinmeier, Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland, Alexander Van der Bellen, Bundespräsident der Republik Österreich, Alain Berset, Präsident der Schweizerischen Eidgenossenschaft sowie ihre jeweiligen Ehepartner an dem Besuch teilnehmen.
Der erste Tag des Gipfels wird in Schloss Laken, im Norden Brüssels, mit einem Arbeitstreffen zum Thema Weltraum beginnen, an dem die Astronauten Alexander Gerst, Carmen Possnig, Matthias Maurer und Samantha Cristoforetti teilnehmen werden. Der Tag wird mit einem Konzert der Young Belgian Strings und einem Abendessen im Schloss Laeken abgeschlossen.
Am zweiten Besuchstag reisen die Gäste ins deutschsprachige Ostbelgien, wo sie „die besonderen Vorzüge, die innovative Schaffenskraft und die herzliche Gastfreundschaft unserer Region und ihrer Menschen erleben“, so der ostbelgische Ministerpräsident Oliver Pasch in einer Presseerklärung. Auf dem Terminplan im deutschsprachigen Bundesland Belgiens steht ein Besuch im Kabelwerk, in Eupen, der größten Stadt Ostbelgien. Das Kabelwerk Eupen AG ist ein Familienunternehmen, das sich auf die Herstellung von hochwertigen Kabeln, Kunststoffrohren und Polyurethanschäumen spezialisiert hat. I
Die Ehefrauen der Staatsoberhäupter besichtigen die „Moutarderie“ in Raeren. Raeren ist ein netter kleiner Grenzort nahe bei Aachen. Raeren ist eine der neun Gemeinden der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens. Dort kann auch ein sehenswertes Töpfereimuseum besichtigt werden.
Der informelle Gipfel wird in Eupen schließlich durch ein Arbeitstreffen zum Thema Kreislaufwirtschaft abgerundet.
Im Frühjahr: Europäische Regierungschefs der Regionen in Antwerpen zu Gast
Während des belgischen Ratsvorsitzes der Europäischen Union im kommenden Frühjahr wird der flämische Ministerpräsident Jan Jambon (N-VA, flämische Nationalisten) die Regierungschefs mehrerer europäischer Regionen zu einem Gipfel nach Antwerpen einladen.
Jambon möchte die belgische EU-Ratspräsidentschaft nutzen, um sich für eine stärkere Rolle der Regionen in Europa einzusetzen.
