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Befehlshaber der belgischen Armee: "Undenkbar, dass wir unsere F-16 an die Ukraine liefern”

Belgien wird keine F-16-Flugzeuge an die Ukraine liefern. Das hat der Befehlshaber der belgischen Streitkräfte, Michel Hofman, am Donnerstagmorgen auf Radio 1 gesagt. Im Programm des öffentlich-rechtlichen flämischen Rundfunks gab er als Gründe an, dass die Kampfflugzeuge sich dem Ende ihrer Lebensdauer nähern und Belgien sie selbst braucht: "Zuerst muss die Organisation der belgischen Luftwaffe und der eigene Bestand in Ordnung gebracht werden.”

Martina Luxen Belga
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Die belgischen F-16 werden alle für eigene Missionen eingesetzt, sagte der Befehlshaber der belgischen Streitkräfte Michel Hofman auf Radio 1: "Für die Verteidigung des Luftraums der Benelux-Länder und der baltischen Staaten." Estland, Lettland und Litauen sind NATO-Verbündete, die an Russland grenzen, aber über keine eigenen Kampfflugzeuge verfügen.

Auch die Verfügbarkeit der belgischen Kampfflugzeuge nimmt an: "Die Flugzeuge sind veraltet und nähern sich dem Ende ihrer Lebensdauer", sagt Hofman: "Wegen fehlenden Ersatzteilen dauert die Wartung der Flugzeuge immer länger." 

Laut Hofman ist es daher "undenkbar", dass Belgien diese Flugzeuge an die Ukraine liefern wird. Belgien wird jedoch im Rahmen der internationalen F-16-Koalition ukrainische F-16-Piloten und -Techniker ausbilden. In dieser so genannten "Kampfjet-Koalition" sind die Niederlande, Dänemark und Norwegen, die wohl Flugzeuge bereitstellen werden.

Wir unterschätzen, wie schwierig es für die Ukraine ist, die Wende in den Kriegsanstrengungen herbeizuführen."

Michel Hofman, Befehlshaber der belgischen Streitkräfte

"Die Ukraine versucht an mehreren Stellen, die Frontlinie zu durchbrechen, aber es gibt noch wenig Veränderung. Wir unterschätzen, wie schwierig diese Operation ohne Unterstützung ist, zum Beispiel durch Luftunterstützung."

Wird Belgien die Ukraine nun mit zusätzlicher Munition unterstützen? "Im Moment nicht. Wir müssen zuerst unsere eigene Verteidigungsorganisation und unseren Nachschub in Ordnung bringen", sagte Hofman: "Es gibt einen großen Mangel an Munition und Ersatzteilen, mit denen wir die Waffen instand halten können. Wir müssen auch in die Infrastruktur für das Personal investieren. Erst dann können wir sehen, ob wir in der Lage sind, an die Ukraine zu liefern."

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