21,896 Milliarden Euro, um genau zu sein, hat die belgische Regierung mit der Ausgabe eines kurzfristigen Staatsbons (Laufzeit ein Jahr) schlussendlich eingenommen. Die Staatsanleihe verspricht eine Nettorendite von 2,81 Prozent, was offensichtlich viele Sparerinnen und Sparer überzeugt hat.
21,9 Milliarden Euro von den Sparkonten in den belgischen Staatsbon investiert: starkes Signal
234.310 Personen haben direkt über das Hauptkonto der belgischen Schuldenverwaltungsagentur gezeichnet, was einem Betrag von 7,093 Milliarden Euro entspricht. Die durchschnittliche Zeichnungssumme für eine Staatsanleihe bei der Agentur beläuft sich auf 30.272 Euro. Mehr als 400.000 Zeichnungen erfolgen über die Banken für einen Gesamtbetrag von 14,803 Milliarden Euro.
Diese Staatsanleihe hat eine kurze Laufzeit von einem Jahr und soll - nach Abzug von 15 Prozent Quellensteuer - eine Rendite von 2,81 Prozent bringen. Wer 1.000 Euro einlegt, macht also in einem Jahr 1.028,1 Euro daraus. Mit der Ausgabe des Staatsbons wollte die belgische Regierung die Banken ermutigen, ihre eigenen Sparzinsen weiter anzuheben.
Es liegt am Bankensektor, dieses Signal zu beherzigen, um das Vertrauen der Sparer zurückzugewinnen
Finanzminister Vincent Van Peteghem (CD&V)
Der belgische Finanzminister Vincent Van Peteghem (CD&V) sprach von "einem starken Signal und einem klaren Aufruf zum Respekt an die Banken: "Es liegt nun am Bankensektor, auf dieses Signal zu reagieren und so das Vertrauen der Sparer zurückzugewinnen. Die Bürger haben in dieser Angelegenheit Vertrauen in den Staat gezeigt und können darauf zählen, dass die Regierung den Wettbewerb im Bankensektor in der kommenden Zeit aufmerksam verfolgen wird.”
