Die Umweltbehörde der Region Brüssel-Hauptstadt hat die ersten definitiven Zulassungen für sogenannte dynamische 5G-Antennen erteilt. Diese Genehmigungen gelten für eine Antenne am König Baudouin-Stadion und für Standorte in den Brüsseler Gemeinden Koekelberg und Sint-Agatha-Berchem, wie die Nachrichtenplattform BRUZZ meldet.
5G ist die insgesamt 5. Generation für mobile Telekomnetzwerke. Dies soll das Surfen im Internet und Dienstleistungen, wie Streamen, deutlich beschleunigen und gilt in dieser Hinsicht als Verbesserung gegenüber dem aktuellen 4G-System. Eine dynamische 5G-Antenne strahlt nicht permanent Signale und Wellen dieses Systems aus, sondern passt sich der Nachfrage (im Netz) an. Die Wirtschaft in der belgischen Hauptstadt und ihrer Region fordert schon lange die Zulassung für 5G, was ab jetzt phasenweise erfolgen soll.
Die Einführung von 5G ist in Brüssel an ein striktes Reglement gebunden. Die Region Brüssel-Hauptstadt arbeitet mit sehr strengen Strahlungsnormen: Die Antennen dürfen nur 9,19 Volt pro Meter aufnehmen und nur 14,57 Volt pro Meter senden.
Diese Norm liegt aufgrund der Dynamik des hier angewandten Systems 8 bis 20 Mal unter den Empfehlungen der Weltgesundheits-Organisation (WHO). Die Operatoren halten sich an diese Vorgaben, unabhängig von der Zahl der Antennen, die in der Brüsseler Hauptstadt-Region zum Einsatz kommen.
Geodaten und das BEAMS-Projekt
Kontrolliert wird 5G in Brüssel mit dem sogenannten BEAMS-Pojekt (Brussels Electromagnetic Authorization and Monitoring System), wie Blaise Godefroid, der Leiter der Abteilung Technologie und Strahlennormen der regionalen Brüsseler Umweltbehörde gegenüber BRUZZ erklärte: „Die Brüsseler können ab jetzt dank einer neuen Karte mit Simulationen sehen, wie die Lage führ ihre Wohnung ist. Sie können darauf erkennen, welchen Parametern die entsprechenden Antennen entsprechen müssen. Dazu müssen sie die Geodaten-Webseite konsultieren, wo sie auf einer Karte die Antennen und deren Umweltgenehmigung andeuten können. Bei Fragen oder Zweifeln können sie um Messungen bei sich zuhause bitten und diese Messungen sind gratis.“
Die Brüsseler Umweltbehörde wird zweimal pro Monat alle ungefähr 15.000 Antennen auf ihren Grundgebiet kontrollieren. Dabei hilft die Verpflichtung für die Operatoren, ihre dynamischen 5G-Antennen mit „Power Control“ auszurüsten. Diese Software passt automatisch die ein- oder ausgehenden Wellen an und schränkt die Strahlungen ein, wenn diese drohen, ihre zulässige Norm zu überschreiten.
Info: www.leefmilieu.brussels
