Zum Hauptinhalt springen
Inland
Politik

Premier De Croo möchte keine Energie mehr in eine Steuerreform investieren

Nach Ansicht von Premierminister Alexander De Croo (Open VLD, Foto) sollte die belgische Bundesregierung nicht mehr über eine mögliche Steuerreform verhandeln. „Ich glaube nicht, dass wir da noch viel Energie reinstecken sollten.“ De Croo ist derzeit viel wichtiger, die laufende Haushaltskontrolle gut über die Bühne zu bringen.

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Zum Thema Steuerreform liegen die Ansicht innerhalb der sogenannten Vivaldi-Koalition so weit auseinander, dass eine Einigung vor dem Ende der laufenden Legislaturperiode kaum noch möglich erscheint. Vor diesem Hintergrund lässt sich auch die Äußerung von Premier De Croo erklären.

Vor allem die frankophonen Liberalen MR und deren Vorsitzender Georges-Louis Bouchez sind nicht dafür zu haben, neue Steuern einzuführen, um die Steuersenkungen auf Arbeit zu kompensieren. Für höhere Abgaben auf Vermögen ist die MR sowieso nicht zu haben. Bouchez sagte dazu, dass es sich hierbei nicht um höhere Steuern für die Allerreichsten gehandelt haben „sondern um alle Menschen, die arbeiten, sparen und investieren.“

Das bedeutet summa summarum, dass es wohl mittelfristig nicht zu einer Steuerreform in Belgien kommen wird und also auch nicht zu mehr Lohn und Gehalt, da die Abgaben auf Arbeit dadurch auch nicht gesenkt werden.  

Meistgelesen

  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5