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Auch Kindergartenkinder in Flandern sollen minimale niederländische Sprachkenntnisse aufweisen

Nach Ansicht von Flandern Landesbildungsminister Ben Weyts (N-VA, Foto) sollen Kinder im dritten und letzten Kindergartenjahr zumindest minimale niederländische Sprachkenntnisse aufweisen, um danach sicherer in das erste Schuljahr kommen zu können. Der flämische Nationaldemokrat glaubt, dass das letzte Kindergartenjahr der geeignete Moment für so etwas ist und will dies gesetzlich festlegen.

Andreas Kockartz
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Landesbildungsminister Weyts will gesetzlich festlegen lassen, auf welchem Niveau die niederländischen Sprachkenntnisse am Ende des dritten Kindergartenjahres liegen müssen, um die entsprechenden Kinder ins erste Schuljahr gehen zu lassen.

Doch bedeutet dies, dass Kinder, die nicht gut niederländisch sprechen können, in Flandern dann nicht in die Schule gehen dürfen? „Heute ist es so, dass der Klassenrat darüber urteilen kann, wo die Fähigkeiten liegen und wann man den Eltern mitteilen sollte, dass sie ihr Kind besser nicht ins erste Schuljahr gehen lassen, weil es dort nicht die gleichen Zukunftschancen haben wird, als andere Klassenkameraden“, so Weyts. 

Die Sprache in unserem Unterricht ist Niederländisch. Das ist die Sprache, die uns alle verbindet.“

Flanderns Bildungsminister Ben Weyts

Es sei so, dass heutzutage viel mehr Kinder eine andere Muttersprache haben, so Weyts weiter. Das sei an sich kein Problem, „doch die Sprache in unserem Unterricht ist Niederländisch. Das ist die Sprache, die uns alle verbindet. Man sollte das aber nicht komplexer gestalten, als es eigentlich ist. Das bedeutet, dass man dafür sorgen muss, dass in den Schulen nur eine Sprache möglich ist und das ist sowohl in den Klassen, als auch auf den Schulhöfen Niederländisch.“

Bildungsminister Weyts will erreichen, dass in den Kindergärten und in den Grundschulen in Flandern deutlich mehr Schwerpunkte auf die niederländische Sprache und auf Rechnen und Mathematik gelegt wird. Die Schulträger, Fachleute im Unterrichtswesen und nicht zuletzt die Schuldirektionen vermissen derzeit allerdings noch entsprechende Vorschriften, Normen und festgelegte Minimalziele. Zum Schulanfang am 1. September wird sich also dementsprechend noch nicht viel ändern. 

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