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Inland
Politik

N-VA-Parteichef arbeitet im Hinblick auf das Wahljahr an einer großen rechten Koalition

In Interviews mit der Tageszeitung Het Nieuwsblad und dem Wochenblatt Humo gibt N-VA-Parteichef Bart De Wever (Foto) zu verstehen, dass seine Nationaldemokraten an einer Zusammenarbeit mit den rechten Seiten anderer Parteien schmieden. In den kommenden Monaten wolle man über eine flämische Volkspartei arbeiten, die 40 % der Stimmen holt und damit verhindern soll, dass der rechtsradikale Vlaams Belang bei den Landtagswahlen in Flandern 2024 die stärkste Partei wird.

Andreas Kockartz
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Die N-VA will nach Angaben von Bart De Wever mit den rechten Kräften von Open VLD und von den flämischen Christdemokraten CD&V über die Bildung einer Volkspartei in Flandern sprechen. Ist das ein Wunschtraum? Ist das eine realistische Idee? Klar ist, dass der rechtsradikale Vlaams Belag bei den nächsten Wahlen in Flandern die stärkste Partei werden kann. Darauf laufen alle politischen Analysen und Umfragen hinaus.

Wie aber kann man im belgischen Bundesland Flandern eine stabile Mehrheit gegen den Vlaams Belang bilden? Man kann als N-VA mit Vlaams Belang auf flämischer Landesebene zusammen koalieren. Doch dies hat ein Streben in Richtung einer flämischen Unabhängigkeit zur Folge und dafür, so Flanderns Ministerpräsident Jan Jambon (N-VA), keine Basis bei der Bevölkerung. 

Große Volkspartei?

Eine weitere Option ist eine Koalition auf Landesebene mit den vier Zentrumsparteien - den Nationaldemokraten N-VA, den Liberalen Open VLD, den Christdemokraten CD&V und den Sozialdemokraten Vooruit - koalieren. Dies ist aber für Bart De Wever keine wirkliche Option, da eben die Parteien der Mitte in Flandern bei jeder Umfrage kleiner werden.

In seinen Augen gibt es derzeit nur eine Option: Seine N-VA müsse größer werden. Bisher bestand der flämische Nationaldemokrat darauf, dass dies der Wähler entscheiden werde, doch von dieser Aussage rückte er jetzt in Humo ab. Der schnellere Weg sei, dass man auf konservativer Seite die Kräfte bündeln solle. Er werde in den kommenden Monaten Gespräche mit den rechtskonservativen Kräften von Open VLD und CD&V sprechen, um zu einer breiten Volkspartei zu kommen, die problemlos 40 % bei den nächsten Wahlen zum flämischen Landesparlament hole. 

Fazit: Man kann feststellen, dass in Flandern der Wahlkampf ausgebrochen ist, denn jeder lässt gerade seine Ballons steigen. VRT-Politik-Analyst Ivan De Vadder (Foto unten) stellt fest, dass derzeit einige „merkwürdige“ Aussagen in den Medien fallen. Die Parteien stellen ihre Listen zusammen und jeder kämpft um den besten Platz. Dabei fallen einige Politiker durch das Raster. Will Bart De Wever solche Politiker aufgreifen und damit Wähler gewinnen, die Open VLD und CD&V inzwischen verloren haben? 

Ivan De Vadder: "Tiens, merkwürdig"

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