In Kapelle-op-den-Bos in der Provinz Flämisch-Brabant hat Dienstagmorgen ein Binnenschiff die Jan Bogaerts-Hubbrücke gerammt. Das Schiff war zu hoch beladen. Ein schwerbeladener Container stürzte dabei ins Wasser. Das Besondere an diesem Unfall ist, dass das gleiche Binnenschiff damit auf diesem Kanal schon zum dritten Mal eine Brücke rammte.
Das gleiche Binnenschiff rammt zum dritten Mal eine Brücke am Seekanal Brüssel-Antwerpen
Der Unfall sorgte dafür, dass der Binnenschiffsverkehr auf dem Seekanal Brüssel-Antwerpen einmal mehr unterbrochen werden musste. Das Schiff war für die Brücke von Kapelle-op-den-Bos - die Jan Bogaerts-Hubbrücke für Autos und Eisenbahn - zu hoch beladen. Der Container, die die Brücke berührte, zerstörte die Steuerkabine des Schiffs, als er verrückte. Es gab aber an Bord des Schiffs keine Verletzten.
Offenbar versuchte Binnenschiffer gegen 5 Uhr 30 am frühen Dienstagmorgen ganz langsam unter der Brücke hindurchzufahren, doch einer der Container, die das Schiff geladen hatte, berührte doch die Brücke. Dieser beladene und 32 Tonnen schwere Container rutschte vom Stapel der anderen Container ab, zerstörte die Steuerkabine und stürzte ins Wasser.
Dadurch musste der Schiffsverkehr unterbrochen werden. Taucher lokalisierten den Container, der jetzt geborgen werden muss. „Auffallend ist, dass das gleiche Schiff schon zweimal gegen eine Brücke an diesem Kanal gefahren ist, wenn auch nicht mit dem gleichen Schiffer“, so ein Sprecher der lokalen Polizeizone zu diesem Unfall. In wie fern die Brücke Schaden genommen hat und ob hier der Straßenverkehr unterbrochen werden muss, ist noch unklar. Offenbar ist der Straßenbereich der Brücke um 2 cm leicht verschoben worden.
Das gleiche Schiff war in letzter Zeit bereits zweimal auf dem gleichen Kanal gegen eine Brücke gerammt und zwar in Vilvoorde (Prov. Flämisch-Brabant) und in Tisselt (Prov. Antwerpen), wenn auch mit anderen Besatzungen. Die flämische Wasserwege-Behörde wird sich jetzt an die Reederei des Schiffs - FV NERO aus Schoten (Prov. Antwerpen) - wenden, um herauszufinden, ob hier zu große Risiken genommen werden, um Geld zu sparen. Die Reederei kommentierte den Unfall bisher nicht.

