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Foto: Laacher See mit Abteil Maria Laach, © Eifel Tourismus GmbH, Dominik Ketz

Vulkanausbruch in der Eifel? Wäre Belgien davon betroffen?

In rund 100 km Entfernung von der deutsch-belgischen Grenze liegt die sogenannte Vulkaneifel. Jetzt haben sich Wissenschaftler der frankophonen Freien Universität Brüssel (ULB) mit der Frage beschäftigt, inwiefern Belgien bei einem Ausbruch eines Vulkans in der deutschen Eifel betroffen wäre. 

Andreas Kockartz
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Dass ULB-Forscher sich mit dieser Frage beschäftigt, schrieben vor einigen Tagen die frankophone Tageszeitung Le Libre Belgique sowie die französischsprachige Ausgabe der Gratiszeitung für die Nutzer der öffentlichen Verkehrsmittel in Belgien, Metro. Die Wissenschaftler beobachten konkret den Vulkan unter dem Laacher See in der deutschen Eifel in Rheinland-Pfalz. Hier war vor rund 13.000 Jahren zum letzten Mal der Vulkan ausgebrochen. 

Der Laacher See in der östlichen Vulkaneifel unweit der Abtei Maria Laach in der Ortsgemeinde Glees gelegen, ist mit rund 3,3 km² Oberfläche und mehr als 50 m Wassertief der größte See in Rheinland-Pfalz. Er entstand in der Caldera (eine kessel- bzw. kraterförmige Oberflächenform vulkanischen Ursprungs) des Laacher Vulkans nach dessen letzter Eruption, die nach neueren Forschungen auf das Jahr 11056 vor Christus datiert wird. Die Mofetten genannten Ausgasungen im südöstlichen Bereich des Sees sind bis heute ein Zeichen dafür, dass der Vulkan immer noch aktiv ist. 

Bei seinem letzten Ausbruch stieß die Aschewolke rund 30 km hoch in den Himmel und Aschereste sind heute noch in Brüssel zu finden. Bei einem neuerlichen Ausbruch könnten also Städte wie Lüttich, Namür, Löwen oder Brüssel von einer Aschewolle heimgesucht werden.  

Magma in Bewegung

Auch den Vulkanologen der Brüsseler ULB ist bei ihren Beobachtungen am Laacher See nicht entgangen, dass sich das Magma tief in der Erde bewegt. „Der Vulkan ist wesentlich aktiver, als man glaubte. Es hat erst im Juni leichte Erdstöße gegeben. Da man den Vulkan als sehr ruhig erachtete, sind hier nur zwei Seismographen aktiv. Doch als weitere Seismografen zugeschaltet wurden, hat man verstanden, dass es tiefe und oberflächliche Erdstöße gibt und dass es in der Tat eine permanente Aktivität gibt“, so ULB-Vulkanologe Corentin Caudron gegenüber Metro.

Ob es zu einem Ausbruch des Vulkans unter dem Laacher See kommen kann oder in absehbarer Zukunft kommen wird, sei dahingestellt. Die Wissenschaftler versichern, dass es vorläufig nicht so weit kommen wird. Der Vulkan wird von zahlreichen Messinstrumenten beobachtet und die Temperatur des Wassers im See verändert sich nicht.

Doch ausschließen könne man auch nicht, dass es in den nächsten 10 Jahren zu einem Ausbruch kommt, so Caudron: „Ist dies der Fall, dann kann man nicht davon ausgehen, dass man in Belgien Marshmallows auf der Lava grillen kann…“ Es würde wohl höchstens zu einer Schicht Asche auf den Autos in Lüttich oder Brüssel kommen.

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