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Nagorno-Karabach: Belgiens Außenministerin wird nicht von Präsident Aliyev empfangen

Belgiens Außenministerin Hadja Lahbib (MR, Foto) wird bei ihrem Besuch in Aserbeidschan nicht von Präsident Ilham Aliyev empfangen. Grund dafür sind laut lokaler Medien Bemerkungen, die Lahbib am Dienstag in Armenien bezüglich der Region Nagorno-Karabach, auch als Berg-Karabach bekannt, machte. Diese Region sorgt seit mehr als 30 Jahren für Konflikte zwischen beiden Ländern. 

Andreas Kockartz Belga
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Eigentlich sollte die belgische Außenministerin Präsident Aliyev am Donnerstag bei ihrem Besuch in der aserbeidschanischen Hauptstadt Baku treffen, doch dieser annullierte die Gesprächsrunde aufgrund einer „pro-armenischen Stellungnahme und von unbegründeten Erklärungen“, von Hadja Lahbib in Armenien.

Die frankophone Liberale hatte sich am Dienstag besorgt über den humanitären Zustand in Nagorno-Karabach gezeigt und dies sorgte letztendlich für den diplomatischen Zwischenfall in Baku.

Die Enklave Nagorno-Karabach sorgt seit mehr als 30 Jahren für Konflikte zwischen Armenien und Aserbeidschan. Die Region liegt auf aserbeidschanischem Grundgebiet, doch die Bevölkerung, die dort lebt, ist mehrheitlich armenisch.

In Armenien beklagt man sich über den humanitären Zustand in Berg-Karabach seit Aserbeidschan alle Zugangswege aus Richtung Armenien blockiert. Auch internationale humanitäre Organisationen zeigen sich besorgt. Dort herrscht bei den rund 120.000 Einwohnern akuter Lebensmittelmangel und die medizinische Versorgung funktioniert ebenfalls kaum noch. 

Lahbib steht zu ihren Erklärungen

Belgiens Außenministerin vertrat in Eriwan, der Hauptstadt von Armenien, nicht zuletzt den Standpunkt der Europäischen Union zu den Zuständen in Nagorno-Karabach und forderte für die dort lebenden Menschen Sicherheit und einen Zugang bzw. einen Durchgang nach Armenien.

„Es ist die Pflicht eines jeden Staates, das Wohlergehen seiner Bevölkerung zu garantieren. Die Rechte und die Sicherheit der armenischen Bevölkerung müssen garantiert werden. Ich werde meinen aserbeidschanischen Amtskollegen darum bitten, in diesem Geiste zu handeln“, sagte Lahbib am Dienstag in Armenien. Anstelle von Präsident Aliyev wird die belgische Außenministerin in Baku ihren dortigen Amtskollegen Jeyhun Bayramov treffen.

Aus dem Kabinett von Bundesaußenministerin Lahbib in Brüssel verlautete dazu, dass die Ministerin weiter zu ihren Aussagen stehe: „Von Beginn an vertreten wir einen ausgeglichenen aber deutlichen Standpunkt und wir werden den gleichen Diskurs, wie in Eriwan, handhaben.“ 

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