In Broechem bei Ranst in der Provinz Antwerpen ist am Mittwochabend ein Großbrand auf einem früheren Unternehmensgelände ausgebrochen. Dabei brannten 4 Lagerhallen, die zu verschiedenen Zwecken dienten nieder. Diese Hallen hatten asbesthaltige Platten als Decke. Ein nahegelegenes Asylzentrum musste geräumt werden. Bei den Löscharbeiten wurden zwei Feuerwehrleute leicht verletzt.
Am Donnerstagmorgen musste die Feuerwehr noch nachlöschen und es wurden Messungen vorgenommen, um festzustellen, wie weit sich bei diesem Feuer Asbeststaub verbreitet hat. Offenbar ist dies der Fall in einem Perimeter von 1 Kilometer Noch am Mittwochabend wurden die Bewohner der Umgebung der brennenden Anlagen dazu aufgefordert, Fenster und Türen zu schließen.
Nach Angaben des Bürgermeisters von Ranst, Johan De Ryck (N-VA), hat der nächtliche Regen den Asbeststaub schnell aus der Luft geholt: „Es besteht keine Gefahr für die Atmung. Die Feuerwehr hat die Straßen gesprüht. Es wird empfohlen, innerhalb des Perimeters Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten vor dem Verzehr gründlich zu waschen.“
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An den Löscharbeiten waren Wehren aus den Gemeinden Ranst, Wommelgem, Schoten, Edegem und Zandhoven beteiligt. Bei den Löscharbeiten wurden zwei Feuerwehrleute durch Rauchvergiftung leicht verletzt. Über die Brandursache herrschte am Donnerstagmorgen noch Unklarheit.
Aufgrund des heftigen Feuers und der starken Rauchentwicklung wurde ein Asylbewerberheim der Einwanderungsbehörde Fedasil mit hunderten Bewohnern in der Nähe des Unternehmens geräumt. Sie wurden in einem Gemeindezentrum untergebracht. Das Rote Kreuz kümmert sich um die Asylbewerber.

