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50 Hektar Hanf in der Provinz Antwerpen geerntet: "Gut für das Klima und zum Isolieren von Häusern"

In Gierle in den Antwerpener Kempen hat ein Landwirt auf 13 Hektar Land Hanf angebaut und konnte diese Nutzpflanze jetzt ernten. Hanf ist der Cannabis-Pflanze sehr ähnlich, beinhaltet aber nicht die Stoffe für Drogen. Insgesamt wurde in den Kempen dieses Jahr Hanf auf rund 50 Hektar Land angebaut und geerntet. 

Andreas Kockartz
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Hanf gilt als umweltfreundliche und nachhaltige Pflanze und sie kann vielfältig genutzt werden. Landwirt Pascal Vanhoof aus Gierle (Prov. Antwerpen) erklärt: „Das Gewächs kann mehr CO2 Aufnehme als ein Wald und beim Anbau muss nicht gewässert werden und Kunstdünger kommt auch nicht zur Anwendung.“

Doch immer wieder muss sich der Landwirt rechtfertigen, vor allem, seit seine hochwachsenden Hanfpflanzen höher werden, als der Mais auf den benachbarten Feldern: „Es fällt auf, ja. Hanf wächst sehr hoch und das Gewächs gehört zur Familie der Cannabis-Pflanzen. Regelmäßig kommen hier Radfahrer und Wanderer vorbei, die ich davon überzeugen muss, dass das keine Drogen sind. An unseren Feldern sind sogar offizielle Schilder der flämischen Behörden aufgestellt worden, die das erklären.“

(Lesen Sie bitte unter dem Foto weiter)

Vanhoof hat in dieser Woche seine erste Hanfernte auf seinem 13 Hektar großen Acker geerntet. Auch andere Landwirte in der Region in den Gemeinden Mol, Balen, Zondereigen und Arendonk haben jetzt geerntet sowie einige Landwirte in den benachbarten Niederlanden direkt über der Grenze. Insgesamt wurden im belgischen Bundesland Flandern rund 50 Hektar Hanf geerntet.

Nachhaltig

„Ich war auf der Suche nach klimabeständigeren Pflanzen als Alternative für Mais“, so der Landwirt: „Hanf hält die Trockenheit besser aus und ich muss keine Unkrautvernichter oder Kunstdünger einsetzen. Das ist für mich als Bauern und für die Umwelt viel besser. Überdies nimmt ein Hanfacker viel mehr CO2 auf, als ein gleichgroßer Wald.“

Die in den Kempen angebauten Hanffasern werden an einen Hersteller von natürlichen Isolierungsmaterialien in Friedland in den Niederlanden geliefert: „Das sorgt im Gegensatz zu Steinwolle nicht für Reizungen bei den Bauarbeitern. Überdies haben Isolierungsplatten aus Hanf auch einen kühlenden Effekt im Sommer.“ Genau wie Flachs muss das Hanf jetzt noch zwei Wochen lang auf den Feldern austrocknen, so Bauer Pascal Vanhoof: „Wenn die Menge, die wir liefern, genug einbringt, dann werde ich nächstes Jahr doppelt soviel Hanf anpflanzen.“  

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