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Videospiele, ein boomender Sektor in Belgien, der aber auch mit Fachkräftemangel kämpft

Im Vorfeld der Gamescom in Köln veröffentlichte die „Video Games Federation Belgium“ ihren Jahresbericht und darin wird festgestellt, dass dieser Sektor auch 2022 wieder weiter gewachsen ist. Inzwischen seien hier 133 Unternehmen aktiv, 21 mehr als im Jahr davor. Aktuell sind hierzulande in diesem Business über 1.000 Beschäftigte in festen Arbeitsverhältnissen.

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Die 133 im Bereich Videospiele in Belgien aktiven Unternehmen generieren inzwischen einen Jahresumsatz von rund 85 Mio. € und sorgen aktuell für 1.085 Ganztagsstellen. Gegenüber 2021 nahm die Zahl der hier beschäftigten Arbeitskräfte im vergangenen Jahr um weitere 16 % zu.

Zwei Drittel der Unternehmen sind in Flandern gemeldet, wohin 72 % der entsprechenden Jobs und 82 % des generierten Umsatzes in Belgien entfallen. In der Brüsseler Hauptstadt-Region generieren 15 Unternehmen rund 3 Mio. € und in der Wallonie werden rund 12 Mio. € in diesem Sektor umgesetzt. Hier waren 2022 28 Unternehmen im Bereich Videogames aktiv.

Ein Problem trifft allerdings auch diesen Sektor, nämlich den Fachkräftemangel. Hinzu kommt auch, dass junge Talente aus Belgien abgeworben werden, wie David Verbruggen von der flämischen Gamingfederation (FLEGA) gegenüber VRT NWS sagt: „Wir haben gute Ausbildungen, doch viel Talent zieht ins Ausland. (…) Wir brauchen dringend große Investitionen in neue Spiele, damit wir Talent hier halten können.“

Informierte Eltern

Umfragen haben ergeben, dass 42 % der belgischen Gamer zwischen 2 und 6 Stunden am Tag spielen, was etwas niedriger als der europäische Durchschnitt ist, der bei 8,8 Stunden gamen pro Tag liegt. 82 % der Eltern von gamenden Kindern und Jugendlichen geben an, sich über deren Videospiele zu informieren. 86 dieser Eltern sind zudem der Ansicht, dass sie in dieser Hinsicht ausreichend Kontrolle über ihre Kinder und über deren entsprechende Ausgaben haben.    

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