Schon in der Nacht zum Dienstag hat ein bewaffneter Schlägertrupp im Brüsseler Ortsteil Sint-Jans-Molenbeek ein besetztes Haus überfallen. Dabei wurden nicht nur mehrere Bewohner des Hauses verletzt, sondern auch ein Beamter der Polizeizone Brüssel-West. Inzwischen protestieren Brüsseler Viertelkomitees und Bürgerinitiativen gegen die zunehmende Gewalt in der Hauptstadt.
Schlägertrupp überfällt besetztes Haus in Molenbeek: Mehrere Verletzte, darunter ein Polizist
In der Nacht zum Dienstag erreichte das Kommissariat der Polizeizone Brüssel-West die Meldung, dass eine bewaffnete Gruppe Unbekannter in ein besetztes Haus in der Liverpoolstraat in Molenbeek eingefallen sei. Als die Polizei dort ankam, türmten die Schläger. Wie groß die Gruppe war, konnte nicht genau festgestellt werden, so die flämische Tageszeitung Het Nieuwsblad dazu.
Bei der Verfolgung der Schläger durch die Polizei wurde einer der Beamten am Lemmensplein von seiner Einheit isoliert und mit einem Pflasterstein am Kopf verletzt. Der Beamte konnte das Krankenhaus aber wieder verlassen, bleibt aber einige Tage lang krankgeschrieben.
In dem besetzten Haus, in dem sich vor allem Obdachlose und Flüchtlinge ohne Papiere aufhalten, wurden mehrere Personen bei dem Überfall verletzt. Sie bekamen Beistand vom Notrufdienst und von der Opferhilfe. Das Sozialamt von Molenbeek versucht jetzt mithilfe von sozialen Einrichtungen eine Lösung für die Betroffenen zu finden.
Die Polizei verstärkt ihre Präsenz in der betroffenen Umgebung und die Brüsseler Staatsanwaltschaft nahm Ermittlungen auf, um die Umstände dieses brutalen Angriffs herauszufinden. Laut der frankophonen Brüsseler Tageszeitung La Dernière Heure soll ein Bewohner des Hauses die Mutter eines der Angreifer bestohlen haben.
