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Junger Mann rettet eine Frau von den Gleisen im Brüsseler Südbahnhof

In den sozialen Medien kursiert in diesen Tagen ein Video, das zeigt, wie ein junger Mann im Bahnhof Brüssel Süd/Midi eine offenbar lebensmüde Frau von den Gleisen rettet. „Das war eine gute Tat, doch der Mann brachte sein eigenes Leben in Gefahr“, so die belgische Bahngesellschaft NMBS/SNCB zu diesem „heldenhaften“ Vorgang.

Andreas Kockartz
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Auf dem Handyvideo ist zu sehen, wie eine Frau in Brüssel-Süd auf den Gleisen steht. Ein junger Mann sieht dies und springt ebenfalls auf die Schienen. Er nimmt die Frau auf die Arme und bringt sie auf dem Bahnsteig in Sicherheit.

„Wir sind vor allem erleichtert, dass das so gut abgelaufen ist, denn der Mann hat sich auch in Lebensgefahr gebracht“, so Bahnsprecher Dimitri Temmerman. „Der Mann hat, und das ist deutlich, eine sehr gute Tat vollbracht. Doch es ist wichtig, hier auch mitzuteilen, dass dies nicht die beste Reaktion in einem solchen Fall ist.“

Dies unterstreicht auch Britt Monten, die Sprecherin von Bahninfrastruktur-Dienstleister Infrabel: „Wir begreifen die Reaktion dieses Mannes. Er wollte der Frau helfen, doch riskierte dabei sein eigenes Leben. Durch den Bahnhof Brüssel-Süd fahren viele Züge und überdies darf man nicht auf die Gleise gehen.“

Die beste Reaktion in einem solchen Fall, so Infrabel und die NMBS, sei die Notrufnummer von Securail 0800 30 230 anzuwählen: „Securail nimmt dann Kontakt zu uns auf und wir können den Zugverkehr anhalten, damit vermieden werden kann, dass jemand angefahren wird.“ 

Wer Fragen zu Thema Selbstmord hat oder Hilfe braucht, kann Antworten auf der Webseite des BTZzentrums in Ostbelgien in deutscher Sprache finden oder das Hilfstelefon unter der kostenlosen Nummer 0800 32 123 anrufen.

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