Drei Hobbyhistoriker haben rund 15.000 Glasplatten des Fotografen Henri Hauwelaert aus Aalst in Ostflandern gerettet. Diese historischen und teilweise über 100 Jahre alten Negative wären fast im Altglas-Container gelandet. Jetzt entstehen aus diesen Negativen, die z.B. den Ortsteil Mijlbeek in seiner früheren Form zeigen, ein Fotobuch und eine lokale Wanderung.
Geschichte von Aalst: 15.000 historische Glasnegative aus dem Abfall gerettet
Die Mitarbeiter des lokalen Abfallbetriebs waren die Glasnegative nicht geheuer und sie wollten die wegen vermeintlicher chemischer Rückstände nicht in die Wiederverwertung geben. Fast wären sie in den Restmüllcontainer für die Verbrennungsanlage geflogen. Doch ein Nachkomme des Aalster Fotografen Henri Hauwelaert brachte es nicht über das Herz, die historischen Negative wegzuwerfen.
Er rief seinen früheren Lehrer Jan Louies (70) an, ob dieser etwas damit anfangen könne. Louies erzählte, dass es um Bilder ging, die teilweise über 100 Jahre alt waren: „Sie waren zu wertvoll, um sie einfach wegzuwerfen. Darum haben wir beschlossen, sie dazu zu nutzen, um die Geschichte zu ehren.“
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Jan Louies und seine beiden Mitstreiter David Goossens (50) und Dirk Meert (70) sichteten die Glasplatten und trafen eine Auswahl für ein Buch, dass vor allem den Ortsteil Mijlbeek in Aalst zeigt. Die Geschichte dieses Ortsteils ist im Buch „Mijlbeek door de lens van Henri Hauwelaert“ („Mijlbeek durch das Objektiv von Henri Hauwelaert“), das Anfang Oktober erscheinen soll, zusammengefasst.
Am schwierigsten sei es gewesen, die Stellen zu erkennen, an denen Hauwelaert vor rund 100 Jahren seine Fotos gemacht hatte: „Wir bekamen dabei Unterstützung des Stadtarchivs und von Anwohnern sowie den Erben des Fotografen. Wir haben sogar Fotos von eigenen Familienangehörigen gefunden, die er damals fotografiert hat.“
