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Belgischer Zehnjahreszins auf höchstem Niveau seit über 11 Jahren: ungünstig für Finanz- und Wohnungsmarkt

Die langfristigen Zinssätze befinden sich weltweit weiter im Aufwärtstrend. In Belgien liegt der Zehnjahreszinssatz an diesem Freitag bei 3,351 Prozent, dem höchsten Stand seit Frühjahr 2012. Höhere Zinsen sind eine schlechte Nachricht für die belgische Staatskasse und den Wohnungsmarkt.

Martina Luxen Belga
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Analysten erwarten, dass die Zentralbanken weitere Zinserhöhungen vornehmen werden. Mit der Anhebung der Zinssätze versuchen die Zentralbanken, die sehr hohe Inflation zu bekämpfen.  Die jüngsten Daten der US-Notenbank zeigen jedoch, dass sich die Abkühlung der Wirtschaft nur sehr langsam einstellt.

Der Anstieg der Zinssätze scheint noch nicht abgeschlossen zu sein.

Zinserhöhungen sind ein globales Phänomen. Die langfristigen US-Zinssätze liegen heute mit 4,31 Prozent so hoch wie nie. Auch im Vereinigten Königreich und in Deutschland sind die Zinsen so hoch geklettert wie lange nicht mehr. 

Schlechte Nachrichten für Immobiliensuchende und den Fiskus

In Belgien klettern die Zehnjahreszinssätze heute um 4,5 Basispunkte auf 3,351 Prozent und damit auf den höchsten Stand seit April 2012. Höhere Zinssätze verteuern die Kreditaufnahme, insbesondere bei Hypothekendarlehen. Infolgedessen hat sich die Zahl der neuen Hypothekendarlehen im vergangenen Jahr fast halbiert.

Steigende Zinssätze sind auch eine schlechte Nachricht für die belgische Staatskasse, wenn die Regierung in Zukunft Geld auf den Finanzmärkten leihen muss. Laut der flämischen Zeitung De Standaard werden steigende Zinsen den belgischen Staat zwingen, jedes Jahr etwa 1 Milliarde Euro zusätzlich für Zinskosten auszugeben. Bis 2031 würde sich die jährliche Zinsrechnung wieder auf 20 Milliarden Euro zubewegen. Hinzu kommen die Kosten für die Vergreisung, die in den folgenden Jahren ebenfalls steigen werden.

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