In Landen in Flämisch-Brabant ist am Dienstagabend gegen Mitternacht ein Autofahrer ums Leben gekommen, der mit seinem Wagen auf einem Bahnübergang stand, als ein IC-Zug angefahren kam. Der Wagen wurde rund 600 Meter mitgeschleift, wobei der 59 Jahre alte Fahrer ums Leben kam. Es dauerte bis in die Nachmittagsstunden, ehe der Bahnverkehr auf dieser wichtigen Strecke zumindest teilweise wieder freigegeben werde konnte.
Unfall am Bahnübergang: Zugverkehr zwischen Landen und Löwen lange unterbrochen
Der Unfall ereignete sich im Ortsteil Ezemaal in Landen in Richtung Tienen. Das Auto stand auf dem Bahnübergang, als der Reisezug herannahte. Trotz einer Notbremsung konnte der Lokführer des Zuges den Zusammenprall nicht verhindern, da sein Zug noch zu schnell war. Das Auto wurde rund 600 Meter weit mitgerissen. Bei dem Unfall kam keiner der Fahrgäste des Zuges zu Schaden und alle Insassen wurden mit Bussen weiterbefördert.
Doch für den Autofahrer kam jede Hilfe zu spät. Der Unfallwagen wurde am frühen Mittwochmorgen von den Gleisen geholt und abtransportiert. Der Steuerwagen des Zuges wurde am Fahrgestell so schwer beschädigt, dass er aus eigener Kraft nicht weiterfahren konnte und so musste eine Hilfslokomotive den Zug ziehen.
Polizei und Staatsanwaltschaft untersuchen den Unfall, konnten aber noch keine Angaben zu den genaueren Umständen machen. Der Lokführer erhielt nach dem Unfall psychologischen Beistand. Der Bahnverkehr bliebt am Mittwoch noch eine Zeit lang gestört, da zuerst eine Weiche und eine Signalanlage repariert werden mussten, die durch den Unfall beschädigt wurden.
Leider sind Unfälle an Bahnübergängen in Belgien keine Seltenheit. Auf dem gesamten Schienennetz der Bahngesellschaft NMBS/SNCB gibt es noch 1.631 Bahnübergänge. Bahninfrastruktur-Dienstleister Infrabel konnte in den vergangenen Jahren rund 450 Bahnübergänge durch Tunnel oder Brücken ersetzen, doch überall ist dies nicht möglich.
