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Ein Jahr "Good Move" in Brüssel: Positive Verkehrsentwicklung

Seit genau einem Jahr ist das neue innerstädtische Verkehrssystem „Good Move“ in Kraft. Trotz anhaltender Proteste dagegen in einigen Stadtvierteln ziehen die Initiatoren eine positive Bilanz. Der Autoverkehr im Zentrum konnte um 27 % nach unten gedrückt werden und die Zahl der Radfahrer stieg um rund ein Drittel.  

Andreas Kockartz
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Am 16. August 2022 wurde in der belgischen Hauptstadt der neue Verkehrsplan „Good Moove“ eingeführt und die Bilanz des regionalen Brüsseler Mobilitätsministeriums ist durchaus positiv. Verglichen mit einigen Verkehrszählungen an den rund 40 Messpunkten  zwischen 2021 und Juni 2023 ging der motorisierte Verkehr im Stadtzentrum im Durchschnitt um 27 % zurück.

An den Kreuzungen der Einfallstraßen auf den Kleinen Ring, das ist der Brüsseler Innenstadtring, ging die Zahl der PKW, Lieferwagen, LKW und Motorräder um knapp 20 % zurück. Besonders hoch ist der Rückgang an der Kreuzung „Ijzer“ um 54 % und an der Kreuzung „Diksmuidelaan“ um 61 %. Innerhalb des sogenannten „Fünfecks“, das ist der Bereich innerhalb des Kleinen Rings, sank der motorisierte Verkehr um 30 % mit besonders auffallenden Werten im Dansaert- und im Vrijheids-Viertel sowie rund um den Brüsseler Zentralbahnhof - früher neuralgische Punkte mit langen Staus.   

Lokal vereinzelt auch leichte Zunahme

Trotzdem wurden lokal auch höhere Zahlen an Autos und anderen motorisierten Fahrzeugen gemessen, auch wenn sich dies im Rahmen hält. Auf dem Kleinen Ring zum Beispiel ist die Zahl der Fahrzeuge nahezu gleich geblieben. Dies wird aber damit erklärt, dass es sich hier um den Durchgangsverkehr handelt, der bisher durch die Wohnviertel im Zentrum verlief.

Etwas mehr Verkehr wurde in den Marollen zwischen Justizpalast und dem Bahnhof Süd/Midi bzw. dem Zentralbahnhof registriert und auch an 9 der insgesamt 35 Einfallstraßen in Richtung Zentrum bzw. Kleinem Ring. Im Herbst wird eine umfassende Analyse der Gesamtsituation durchgeführt, in der auch die Lärmbelästigung durch den Straßenverkehr, die Verkehrssicherheit und die Fahrzeigen der einzelnen Verkehrsmittel (Individualverkehr, ÖPNV) berücksichtigt werden.

Mehr Fahrradverkehr

Gleichzeitig ging der Fahrradverkehr deutlich in die Höhe, wie die Verkehrszählungen ergeben haben. Zwischen Oktober 2021 und Juni 2023 wurden bei den Zählungen 36 % mehr Radfahrer registriert und zwar am Kleinen Ring, wo der Radweg inzwischen fast vollständig befahrbar ist und im innerstädtischen „Fünfeck“.

„Die Zahlen sind besser als erwartet“, sagte Bart D’hondt (Groen-Ecolo) dazu, Mobilitätsschöffe der Gemeinde Brüssel-Zentrum: „Und dies sowohl im Bereich Transitverkehr, als auch in Sachen Fahrradverkehr. Diese Zahlen bestätigen das, was sehr viele Brüsseler heute fühlen, nämlich dass das Zentrum ruhiger und angenehmer ist, mit neuen Ecken und neuer Gastronomie, die davon profitiert.“ 

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