Die Bergung des letzte Woche auf der Schelde in Grembergen bei Dendermonde in der Provinz Ostflandern gesunkenen niederländischen Binnenfrachters ist schwieriger als gedacht. Das Schiff liegt in einer Flussbiegung und liegt in Schräglage auf Grund. Vor der Bergung muss es noch aufrecht gestellt werden und das ist kompliziert.
Die Bergung eines gesunkenen Binnenschiffs auf der Schelde ist kein leichtes Unterfangen
Ein niederländisches Bergungsunternehmen hat zwei Metallkabel unter den Frachter gezogen, um es in eine aufrechte Lage zu bringen. Dies erweist sich als kompliziert und die Bergungsfirma arbeitet mit zwei Kranschiffen. Derweil ist die Schifffahrt auf der Schelde unterbrochen. Eine weitere Schwierigkeit ist, dass die Schelde an dieser Stelle noch gezeitenabhängig ist.
Wenn der Frachter gerade steht und aus dem Wasser gehoben werden kann, kommt ein drittes Schiff in Aktion, von dem aus die Ladung geborgen werden wird. Durch die Strömung ist wohl ein nicht unerheblicher Teil der Ladung, die aus Baustoffen besteht, aus dem Schiff in den Fluss gefallen.
Noch immer ist der Binnenschiffer, der seinen Frachter alleine steuerte, nicht gefunden und auch dessen zwei Hunde noch nicht. Am Mittwoch wird deswegen auch die Soko „Vermisste Personen“ der belgischen Bundespolizei die Bergungsarbeiten begleiten. Der Schiffsführer ist ein Belgier aus Charleroi. Die Bergungs- und Hebearbeiten sollen noch bis Freitag einschließlich dauern.

