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Inland
Wirtschaft

Kassenzettel nur noch auf Nachfrage? Wie sieht das in Flandern aus?

Seit dieser Woche bekommt man bei einem Einkauf im Geschäft oder im Supermarkt in der Wallonie keinen Kassenzettel mehr, wenn man nicht extra danach fragt. Damit will die Wallonische Region  Papierverschwendung und dem Müllberg vorbeugen. Jährlich werden belgienweit rund  Milliarden Kassenzettel ausgedruckt, was rund 60.000 Tonnen Papier entspricht… 

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Der Mittelstandsverband Comeos und die Verbraucherschutzorganisation sind damit einverstanden und begrüßen, dass es aber noch eine Übergangszeit geben wird. Und doch geht es Comeos etwas zu schnell, denn die Kassensysteme in zahllosen Geschäften seien der neuen Regelung, die zu kurzfristig komme, noch nicht angepasst.

Allerdings bietet das entsprechende Gesetz in der Wallonie noch ausnahmen. So wird in der Gastronomie noch immer ein Kassenzettel ausgehändigt und beim Erwerb von Waren mit einer gesetzlichen Garantie gibt es natürlich auch weiter Rechnungen oder Kassenzettel.

Die Wallonie folgt dabei dem Beispiel Frankreichs, wo die herkömmlichen Kassenzettel ebenfalls überwiegend abgeschafft wurden. Auch hier, wie zudem auch bereits in ganz Belgien bei einigen Supermarktketten, wie Lidl oder Delhaize praktiziert, kann man seine Abrechnungen auch über eine App bekommen. 

Flandern wartet ab

Im belgischen Bundesland Flandern nimmt man noch eine abwartende Haltung ein und wartet auf die ersten Bewertungen des Vorgangs in der Nachbarregion. Schließlich stellt sich hier auch die Frage, ob es dazu einer Gesetzesanpassung bedarf.

Aus dem Kabinett von Flanderns Landesumweltministerin Zuhal Demir verlautete dazu, dass die Landesabfallgesellschaft OVAM den Auftrag hat, die Folgen der Regelung in Wallonien zu beobachten und zu analysieren. 

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