Das schlechte Wetter im Frühjahr und im Frühsommer mit entweder zu großer Hitze oder anhaltendem stürmischen Regenwetter hat auch Folgen für die Insekten in Belgien. Mücken brauchen vor allem stehende Gewässer, um sich zu entwickeln und diese trocknet der Wind aus. Und Wespen bleiben ebenfalls aus, denn für bringt dieses Regenwetter keine ideale Bedingungen.
Die Wespen haben dieses Jahr auch hier zu Beginn des Frühjahrs aufgrund der feuchten und frischen Wetterbedingungen kaum Lust gehabt, Nester zu bauen und auch die Wespen, die sich Nester im Boden einrichten, waren kaum aktiv.
Die darauf folgende Hitze mit anhaltender Trockenheit sorgte dann dafür, dass sich die Mücken nicht entwickeln konnten. Sie brauchen stillstehendes Wasser, wie Tümpel, Pfützen und Lachen, doch diese trockneten mit dem Wind, der dabei herrschte, gnadenlos aus.
Nun mag das Ausbleiben von Mücken, die nachts den Schlaf rauben und der Wespen, die einen beim Frühstück auf der Terrasse stören, den einen oder anderen Zeitgenossen freuen, doch für die Natur bedeutet dies nichts Gutes.
Wespen und auch Mücken sind wie Bienen wichtig für die Bestäubung der Pflanzen, also auch für die Landwirtschaft. Und sie sind ein wichtiger Ungezieferjäger in den Wäldern, Parks, Gärten und Feldern, denn sie fressen Fliegen und Raupen.
Passiert dieses Phänomen einmal, geht das noch, doch flämische Naturschützer erwarten ernsthafte Schwierigkeiten, wenn das noch einige Jahre lang vorkommt: „Wenn die Populationen wirklich kleiner werden, dann haben wir ein echtes Problem.“
