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Immer mehr Waschbären in Flandern: "Sie bedrohen einheimische Tierarten"

Auch im belgischen Bundesland Flandern sollen die Waschbären auf dem Vormarsch sein. Inzwischen häufen sich auch hier die Sichtungen, was besonders der Fall in der Provinz Flämisch-Brabant ist. Wie viele Waschbären in Flandern unterwegs sind, ist unklar, doch Naturschützer gehen davon aus, dass ihre Zahl noch gering ist, noch… 

Andreas Kockartz
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In der Wallonie und in Ostbelgien sind die Waschbären schon länger verbreitet, doch jetzt werden auch in Flandern mehr dieser Tiere gesichtet, wie Frederik Thoelen vom Natur-Hilfszentrum in Opglabeek (Provinz Limburg) berichten kann: „Vor 10 Jahren gab es ab und zu eine Meldung, doch damals handelte es sich um entlaufene Tiere von Leuten, die Waschbären illegal als Haustiere hielten. Aber jetzt merken wir, das viel mehr Wahrnehmungen eingehen und das sind dann Waschbären, die in freier Wildbahn geboren sind und die von den Tieren abstammen, die damals abgehauen oder sogar freigelassen worden sind.“ 

Nicht gefährlich

Waschbären sind im Prinzip nicht für den Menschen gefährlich, doch sie können schon aggressiv werden, wenn man sie in die Enge treibt. Sie sorgen allerdings für Probleme, wenn sie im Müll wühlen oder wenn sie in Häuser eindringen. Waschbären gelten auch hier als invasive Tierart und können auch heimischen Tieren gefährlich werden: „Uns wurde gemeldet, dass Waschbären Nester von schwarzen Störchen leergeraubt haben. Oft beziehen sie auch hochgehangene Nester, die eigentlich für Waldeulen angelegt wurden.“ 

Nicht gejagt

Privat dürfen Waschbären nicht gehalten werden und Tierparks müssen sich an strenge Regeln halten. Sie müssen die Tiere kastrieren oder sterilisieren und sie so halten, dass sie absolut nicht entwischen können. In der Wallonie und auch in anderen europäischen Ländern dürfen Waschbären gejagt werden, doch das ist in Flandern (noch) nicht der Fall. Hier werden sie gefangen und zu Tierparks gebracht und dazu werden an neuralgischen Punkten Lebendfallen aufgestellt, so Frederik Thoelen: „So hoffen wir, die Population bremsen und kleinhalten zu können.“ 

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