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Gesundheit

Belgien: Mehr Lungenkrebs bei Frauen, mehr Diabetes bei Kindern

In Belgien wird mehr Lungenkrebs bei Frauen festgestellt. Diese Krebsart nimmt nach Brustkrebs inzwischen Rang 2 bei den Diagnosen ein. Offenbar rauchen wieder mehr Frauen als früher. Bei Kindern wird in unserem Land seit Corona mehr Diabetes konstatiert. 

Andreas Kockartz
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Die Krebsstiftung läutet Alarm, denn 2021 bekamen 3.517 Frauen in unserem Land die Diagnose Lungenkrebs. Damit steigt diese Diagnose in ihrer Häufigkeit bei Frauen in Belgien. Die Krebsstiftung zeigt sich beunruhigt und stellt im Rahmen des Welttages gegen Lungenkrebs fest, dass dies in hohem Maße am Rauchen liegt.

Seit einigen Jahren wird in Studien festgestellt, dass wieder mehr Frauen rauchen. „Aus einer von uns in Auftrag gegebenen Studie von Ipsos ist ersichtlich, dass sie auch immer jünger sind, wenn sie mit dem Rauchen beginnen“, sagt Dr. Veronique Le Ray, die medizinische Direktorin der Krebsstiftung.

„Sie rauchen vornehmlich klassische Zigaretten, von denen man weiß, dass sowohl der Tabak, als auch die Filter krebserregende Stoffe enthalten“, so Le Ray weiter gegenüber VRT NWS. Auch bei Frauen aus sozial schwachen Kreisen wird festgestellt, dass diese wieder häufiger rauchen: „Sie haben mehr Sorgen und mehr Stress und greifen schneller zur Zigarette.“

Tabakkonsum ist für rund 90 % aller Lungenkrebsfälle in Belgien verantwortlich. Die Stiftung will die Regierungen des Landes dazu anspornen, mehr auf die Früherkennung von Krebs zu setzen: „Je früher wir die Probleme identifizieren können, je besser sind sie behandelbar und je größer ist die Überlebenschance.“

Mehr Diabetes bei Kindern seit der Corona-Pandemie

In Belgien aber auch in andern europäischen Ländern wurden deutlich mehr Fälle von Diabetes bei Kindern festgestellt und dies besonders seit Beginn der Corona-Pandemie. Dies berichtete die flämische Tageszeitung De Standaard.

Aus mehreren Studien ist ersichtlich, dass die Zahl der Typ-1-Diagnosen (diese Diabetesart wird auch „Jugend-Diabetes“ genannt) 2020 14 % höher lagen, als im Jahr davor und dass sie 2021 sogar 27 % höher lagen, als im Vor-Corona-Jahr. Das belgische Institut für Kranken- und Invalidenversicherung LIKIV und auch das staatliche wissenschaftliche Gesundheitsamt Sciensano stellten diese „signifikante Anstiege“ ebenfalls in diesen Zeiträumen fest.    

Über die Ursache davon herrscht keine Klarheit. Möglich sind direkte zusätzliche Fälle durch eine Corona-Infektion. Doch auch indirekte Effekte können hier möglich sein, wie die Lockdowns, die für ideale Umstände sorgten, um an Diabetes zu erkranken.

Die Medizinerin Prof. Chantal Mathieu von der Universitätsklinik in Löwen (KU Leuven) sagte dazu: „Es gibt auch Studien, die keine Zunahme von Diabetes bei Kindern und Jugendlichen aufzeigen.“ Dies wirft die Frage auf, wie wirklichkeitsgetreu die Studien waren oder sind.   

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