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Zwei Tote bei Tomorrowland: Drogen auf Festivals legalisieren und kontrollieren?

In der Nacht zum Montag ist das zweite Wochenende des Elektronikmusik-Festivals Tomorrowland zu Ende gegangen. Das Festival war mit rund 200.000 Besuchern und einem Top-Programm erfolgreich, wurde aber von zwei Drogentoten überschattet. Jetzt wird in Belgien darüber diskutiert, ob man Festivals überhaupt drogenfrei machen kann oder ob man Drogen dort legalisieren aber kontrollieren soll.

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Am ersten Tomorrowland-Wochenende war ein Mitarbeiter des Festivals aufgrund einer Überdosis Drogen gestorben und am zweiten Wochenende wurde ein Besucher aus Thailand tot aufgefunden. Auch er soll an Drogenmissbrauch gestorben sein. "Wir werden Tomorrowland niemals drogenfrei haben", hieß es von Seiten der Veranstalter. Daraufhin meldeten sich Experten, die empfehlen, dass man Drogen bei Festivals aus diesem Grunde legalisieren könnte und statt sie zu verbieten, besser kontrollieren sollte.

Dieser Ansicht sind z.B. der flämische Toxikologe Jan Tytgat und das staatliche wissenschaftliche Gesundheitsamt Sciensano. Man sollte Drogen bei solchen Veranstaltungen z.B. in mobilen Labors testen und aus dem Verkehr ziehen, wenn sie sich in ihrer Zusammenstellung als gesundheitsgefährdend herausstellen. Damit könne man Todesfälle verhindern und dass die Krankenkassen durch Einlieferungen Kosten haben.

Solche Drogentests sollten dann entweder die Besucher selbst oder die Behörden zahlen oder finanzieren. Doch nicht alle Instanzen sind von dieser Idee begeistert. Beim Nationalen Institut für Kriminologie und Kriminalistik (NICC), das schon jetzt bei Tomorrowland beschlagnahmte Drogen analysiert, heißt es dazu, dass es kaum möglich sei, solche Produkte in mobilen Labors eingehend genug zu testen. Dies könne man nur mit gründlicher Untersuchungsmöglichkeit schaffen und nur Großlabors, wie das des NICC seien dazu geeignet.   

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