An der sogenannten „Goldenen Kreuzung“ in Tielt-Winge in der Provinz Flämisch-Brabant, wo sich zahlreiche Supermärkte und Großwarenhäuser angesiedelt haben, ist am frühen Donnerstagmorgen ein Geldautomat gesprengt worden. Insgesamt sollen dort nach Zeugenaussagen 3 Explosionen stattgefunden haben. Der Sachschaden, der dabei entstand, ist erheblich.
Hoher Sachschaden nach Sprengung eines Geldautomaten in Tielt-Winge
Gegen 3 Uhr 40 in der Nacht zum Donnerstag vernahmen zahlreiche Einwohner von Tielt-Winge und der Nachbargemeinde Rillaar drei laute Explosionen. Zeugen sahen, dass der Bargeldautomat durch die Sprengung Feuer gefangen hatte. Es ist hier nicht das erste Mal, dass Geldautomaten in diesem Einkaufsviertel gesprengt werden und deshalb steht hier am „Gouden Kruispunt“ auch nur noch ein einziger Automat.
„Einer der wenigen Geldautomaten in unserer Region ist explodiert. Nach den notwendigen Feststellungen können wir hier nur noch den Schrott wegräumen“, so Bürgermeister Rudi Beeken (Open VLD): „Der Schaden ist groß. Wir haben sogar Teile an der anderen Seite der Kreuzung gefunden. Wir haben erstmal einen größeren Bereich abgesperrt. Einige Geschäfte können heute gar nicht oder erst später öffnen.“
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Vorläufig ist von den Tätern keine Spur und es ist auch unklar, ob sie überhaupt Beute gemacht haben und wenn ja, wieviel. Dies prüft der Betreiber des elektronischen Bezahlungssystems in Belgien, Bancontact. Bürgermeister Beeken sagte, dass die Bilder von Überwachungskameras beantragt wurden: „Polizei und Staatsanwaltschaft arbeiten eng zusammen und auch der Kampfmittelräumdienst DOVO ist vor Ort.“
Der Bürgermeister von Tielt-Winge deutete auch an, dass die „Goldene Kreuzung“ nach Schließung der Geschäfte verlassen daliege: „Das ist danach eine kriminogene Zone. Hier ist keine soziale Kontrolle und es ist hier dunkel. Unsere Polizei fährt hier jede Stunde Streife, doch eine Stunde zählt 60 Minuten und wenn sie hier nur 2 Minuten sind, bleiben noch 58 andere Minuten übrig…“
Eigentlich weniger gesprengte Bankautomaten in Belgien
Die Zahl der Sprengung von Bankautomaten ist in Belgien im vergangenen Jahr deutlich zurückgegangen. 2022 wurden hierzulande lediglich zwei solcher Straftaten begangen. Der von Tielt-Winge soll zudem der erste seiner Art in diesem Jahr sein, so der Dachverband des belgischen Bankenwesens, Febelfin.
