Der französische Staatsrat hat eine Klage der belgischen Bundesregierung in Sachen Bau eines Offshore-Windparks vor der Küste von Dünkirchen abgewiesen. Belgien widersetzt sich diesem Bau, weil dieser Windpark zum einen die Schifffahrtsroute zwischen Ostende und Großbritannien behindert und zum anderen auch die Aussicht einiger Küstengemeinden auf die Nordsee.
Frankreich weist belgische Klage gegen einen Windpark vor Dünkirchen ab
Die französischen Energiegesellschaften EMD und RTE wollen rund 10 Kilometer vor der Küste der nordfranzösischen Industrie- und Hafenstadt Dünkirchen einen Windpark bauen. Konkret sollen hier 46 Windräder mit einer Höhe von jeweils 300 Metern entstehen.
Belgien hat den französischen Behörden inzwischen sogar einen alternativen Standort für diesen neuen Offshore-Windpark vorgeschlagen, doch die Projektentwickler setzen weiter auf ihre bisherige Location. Daraufhin setzte die belgische Regierung ein juristisches Verfahren gegen die geplante Anlage in Gang.
Jetzt aber weist der französische Staatsrat die eingereichte Klage zurück. „Wir sind immer noch mit der französischen Regierung in Gespräch, damit wir zu einer von allen getragene Lösung kommen und wir setzten diesen Dialog konstruktiv fort“, so Belgiens Justiz- und Nordseeminister Vincent Van Quickenborne (Open VLD) gegenüber der belgischen Nachrichtenagentur Belga.
