Am „Droneport“ in Sint-Truiden in der Provinz Limburg ist der erste Drohnenflug für den Transport von medizinischem Material in Europa durchgeführt worden. Dort wurden in einer Drohne völlig automatisiert Blutkonserven in einer Distanz von 2,6 km befördert.
Erster medizinischer Drohnenflug Europas in Sint-Truiden durchgeführt
Bei der dabei eingesetzten Drohne handelt es sich um ein ferngesteuertes Fluggerät, das auch 2 Personen mitnehmen kann. Doch dieser Premierenflug mit einer Drohne des Unternehmens Helicus wurde unbemannt absolviert. Die Drohne legte mit 10 Blutbeuteln in Kühlbehältern 2,6 km zurück.
Die liberale belgische EU-Abgeordnete Hilde Vautmans (Open VLD/ Renew Europe) war bei diesem „Jungfernflug“ dabei: „Das Potential ist enorm. Man kann schnell Blutkonserven zwischen Krankenhäusern transportieren. Notärzte sind damit schneller an schwierig zu erreichenden Orten.“
Vautmans sagte dazu im Hinblick auf die entsprechenden Möglichkeiten in der EU: „Wir müssen in Europa darüber wachen, dass wir mit unserer Gesetzgebung die technische und innovative Entwicklung beibehalten.“
Mikael Shamin, CEO des Drohen-Transportunternehmens Helicus, stellte fest, dass dies das erste Mal sei, dass ein solches Fluggerät bei einem solchen Einsatz tief über dichtbevölkertes Gebiet fliegen konnte: „Das ist ein wichtiger Schritt. Wir sind dem Einsetzen von Drohnen für medizinische Transporte im täglichen Leben einen Schritt näher gerückt.
Noch muss auf den regelmäßigen Einsatz von Drohnen zu medizinischen Transporten und Zwecken gewartet werden, denn es fehlt noch der spezifische gesetzliche Rahmen dazu, so Vautmans und Shamin. Der Test von Sint-Truiden in dieser Woche ist dabei ein Riesenschritt in die richtige Richtung.
